Marmelade für die Sieger

Die Stadt Friedrichsthal will grüner und blühender werden. Dazu tragen wesentlich die Teilnehmer des Umweltwettbewerbs in der Gartenkategorie bei. Sie wurden jetzt für ihre Arbeit belobigt.

"Unsere Stadt soll grüner, blühender und bunter werden", so der Slogan des Umweltwettbewerbs, den die Stadt Friedrichsthal seit 1994 veranstaltet. Alle zwei Jahre wird die Aktion ausgelobt. Am vergangenen Sonntagnachmittag fand nun im Katholischen Vereinshaus in der Hüttenstraße die Auszeichnung der Sieger der 17. Auflage statt (wie bereits kurz gemeldet).

Dorthin hatte der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Friedrichsthal-Bildstock-Maybach anlässlich seines Erntedankfestes eingeladen. Neben dem OGV und der Stadt fungieren die Stadtwerke Friedrichsthal und die Sparkasse Saarbrücken als Mitveranstalter. Traditionell werden die Fotos über Gärten und Grünanlagen im Finanzcenter der Sparkasse in der Saarbrücker Straße ausgestellt. Neun Teilnehmer verzeichnete man beim Fotowettbewerb, verriet Harald Großjean von der Stadtverwaltung. 38 Menschen beteiligten sich in der Gartenkategorie. Die ersten zehn davon und drei Preisträger aus dem Fotobereich erhielten am Sonntag aus der Hand von Sparkassen-Geschäftsstellenleiterin Lisa Kahlenbach, Stadtwerke-Chef Gerhard Bös, der Beigeordneten Anne Hauptmann und OGV-Vorstandsmitglied Harald Großjean ein Insektenhotel und das symbolische Glas Honig.

Zuvor hatte Gerhard Bös an Monika Jung-Ries, Direktorin der Edith-Stein-Schule, den Sonderpreis der Stadtwerke Friedrichsthal überreicht. Die Schulleiterin nahm ihn stellvertretend für Ursula Lorenz-Nothof entgegen. Die Lehrerin hatte zusammen mit ihren Schülern ein Umweltprojekt gemacht: Der Schulhof bestand bis vor einiger Zeit nur aus Beton, berichtete Jung-Ries. Insgesamt 15 Schüler einer Arbeitsgemeinschaft und weitere Freiwillige sorgten dafür, dass in die Betonkübel wieder Blumen kamen. Der Schulgarten wurde wieder auf Vordermann gebracht. Die Kartoffeln und Zwiebeln daraus fanden in den Fächern Arbeitslehre und Kochen Verwendung. Die Schüler ernteten Äpfel und stellten diese den Kindern in der Ganztagsbetreuung zur Verfügung. Marmelade wurde gekocht und auch am Sonntag bei der Feier im Vereinshaus angeboten. Rita Götzinger vom Kneippverein habe anlässlich des Projektes "Essbare Stadt" den Stein ins Rollen gebracht. Ohne die Kreativität von Ursula Lorenz-Nothof - sie sei bekannt dafür, aus nichts etwas zu machen - wäre das alles nicht möglich gewesen.

Zum Thema:

StichwortDie Preisträger , Gartenkategorie: Harald Griese (Platz 1, 99,7 Punkte), Yvonne und Hugo Eichborn (Platz 2, 99,6 Punkte) und Reinhard Marian (Platz 3, 98,3 Punkte); Fotowettbewerb: Ludwig Cavelius (Brunnen "Alter Friedhof" Bildstock), Jürgen Weis ("Blaue Stunde am Morgen") und Dagmar Becker ("Villinger Park"). jma