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Magen-Darm-Virus nun auch in Seniorenheim

Magen-Darm-Virus nun auch in Seniorenheim

Nach dem Krankenhaus in Sulzbach wird nun auch das Seniorenheim Gevita Residenz Zur Helene von einem Magen-Darm-Virus heimgesucht. Die Pflegedienstleitung gibt allerdings Entwarnung, man habe alles im Griff.

Im Seniorenheim Gevita Residenz "Zur Helene" in Friedrichsthal werden derzeit Maßnahmen gegen die Verbreitung eines Magen-Darmvirus getroffen. Bereits gestern hat die Saarbrücker Zeitung über das Vorkommen eines Norovirus im Knappschaftskrankenhaus Sulzbach berichtet.

Auf SZ-Nachfrage beschreibt Silke Wasniewski, Pflegedienstleiterin des Friedrichsthaler Seniorenheims, die Situation wie folgt: "Wir haben im Moment auf einem Wohnbereich ein bis drei Durchfallerkrankte. Die anderen Wohnbereiche sind nicht betroffen." Möglicherweise ist das Virus über eine Bewohnerin des betroffenen Bereichs nach deren Krankenhaus-Aufenthalt in Sulzbach nach Friedrichsthal gelangt. "Als die Bewohnerin bei uns ankam, hatte sie keinen Durchfall mehr, allerdings können sich die Keime auch noch bis zu zwei Wochen später verbreiten", erklärt Wasniewski und stellt klar: "Wir können nicht genau sagen, wie das Virus hierher gekommen ist. Das kann durchaus auch über Besucher oder Mitarbeiter passiert sein."

Rigorose Vorsichtsmaßnahmen sollen die Verbreitung des Virus bestmöglich verhindern: Gemeinsame Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Muskelaufbau-Training fallen mindestens zwei Wochen lang aus, Besucher werden über Informationsblätter auf die wichtige Hände-Desinfektion nach der Ankunft und vor der Abreise hingewiesen und alle Mitarbeiter bleiben in ihren Wohnbereichen, statt sich im Personalraum zu treffen. "Wir haben alles im Griff. Das Auftreten eines solchen Virus ist um diese Jahreszeit typisch. Ich denke nicht, dass das Virus auf andere Wohnbereiche oder gar das gesamte Haus überspringt", sagt Silke Wasniewski und ergänzt: "Wir sind in Hygienefragen schon sehr konsequent - manchmal vielleicht auch zur Verärgerung von Angehörigen."