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Geld für Afrika
Kleines Dankeschön für laufende Spender

Friedrichsthal/Sulzbach. Stadtwerke unterstützen Gymnasium, das Geld für ein Projekt im Kampf gegen eine Krankheit sammelte.

„Normalerweise unterstützen wir nur Vereine, Institutionen und Projekte in unserem Verbreitungsgebiet. Dazu haben wir die Aktion mit dem Kommpower-Cent ins Leben gerufen, mit der wir auch im kommenden Jahr wieder die Jugendarbeit unterstützen werden“, sagte Gerhard Bös, Geschäftsführer der Stadtwerke Friedrichsthal: „Aber als wir vom uneigennützigen Engagement der Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Sulzbach für ein medizinisches Projekt in Afrika gehört haben, war klar, dass wir da was tun wollen.“


Beim sogenannten „Run for Help“ hatten die Gymnasiasten insgesamt 16 000 Euro im wahrsten Sinne des Wortes erlaufen. Den gesamten Betrag haben sie dann dem Verein für Osteomyelistishilfe gespendet (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Der Verein kämpft in Ruanda gegen diese heimtückische, bakterielle Knochenmarksentzündung, die vor allem Kinder und Jugendliche befällt. Während andernorts Teile der erlaufenen Summen auch gerne mal in die eigene Schul- oder Klassenkasse fließen, haben die Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums bis auf den letzten Cent alles an den guten Zweck adressiert.

„Diese selbstlose Aktion hat uns fasziniert. Wir finden es einfach klasse, wenn sich junge Menschen so selbstlos für Altersgenossen einsetzen“, sagte Bös. Und er ergänzte: „Weil die Organisation des Laufes über den Fachbereich Sport gelaufen ist, und wir natürlich wissen, dass es im Sport immer Bedarf an Bällen, Turngeräten oder Trikots gibt, haben wir entschieden, der Schule 500 Euro zur Verfügung zu stellen“. Dass man dabei das eigene Verbreitungsgebiet ausnahmweise verlässt, macht dem Geschäftsführer keine Bauchschmerzen: „Es ist eine einzigartige Aktion und außerdem kommen viele Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums ja auch aus Friedrichsthal oder Bildstock.“



Klaus Damde, der ständige Vertreter der Schulleiterin, freute sich sehr über diese vorweihnachtliche Überraschung: „Wie an jeder Schule sind wir auf die Zuweisungen des Regionalverbandes angewiesen“, so Damde, „das reicht nicht immer, um alle Bedarfe abzudecken. Für unseren ,Run for Help’ gab es bislang viele lobende Worte. Das Ergebnis hat uns alle stolz gemacht. Die Spende der Stadtwerke Friedrichsthal ist für uns ein Segen der guten Tat.“

Gerhard Bös erinnerte nochmals an den Ideenwettbewerb um den Kommpower-Cent. Noch bis Mitte April können Vereine und Institutionen ihre Projekte einreichen. Auch 2019 werden dann insgesamt 6000 Euro ausgeschüttet.

(cor)