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Stopp die Raser
Koalition will die Raser einbremsen

FOTO: dpa / Fredrik von Erichsen
Friedrichsthal. Linke und SPD im Stadtrat machen sich für stationären Blitzer in der Grühlingstraße stark.

Der neueste Lärmaktionsplan war vor Kurzem Gegenstand der Beratungen des Stadtrates (die SZ berichtete). Ein Ergebnis der Vorstellung von Prof. Dr. Kerstin Giering vom Schalltechnischen Beratungsinstitut GSB aus Bosen war die Tatsache, dass mehrere Landstraßen in Friedrichsthal-Bildstock neu berücksichtigt wurden. Die Stadtratskoalition von Linken und SPD beschäftigte sich nun nochmals mit diesen Erkenntnissen. Einig war man sich darüber, dass diese Belastungen mit hohem Lärmpegel Gegenmaßnahmen erfordern, wie die Koalitionsparteien in einer Pressemitteilung schreiben. Tempo-30-Schilder seien zwar gut gemeint, würden aber keinen Raser von seinem gesetzeswidrigen Tun abhalten.


Jürgen Trenz (Die Linke), Claudia Servas und Jörn Walter (beide SPD) als jeweilige Fraktionsvorsitzende betonten hierbei, dass „die Lärmbelästigungen neben dem normalen Verkehr vielfach auch in den Abend- und Nachtstunden stattfinden“. Polizeikontrollen am Tage würden folglich wenig bringen.

Von Anwohnern wurden sie nach eigenen Angaben darauf aufmerksam gemacht, dass regelrechte Straßenrennen stattfänden. Diese Problematik treffe „leider“ (Trenz) auch auf die Saarbrücker Straße zu. „Wir fordern als erste Maßnahme nun einen stationären Blitzer in der Grühlingstraße, hier ist unter anderem die Zufahrt zum Kindergarten in der Schachtstraße“, so die Fraktionsvorsitzenden. Die Fraktionen sind sicher, dass der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS), der Regionalverband sowie die für den Verkehr und Lärm zuständigen Ministerien die Sorgen und Nöte der Friedrichsthaler Bürger in konkrete Gegenmaßnahmen im Sinne der Vorschläge umsetzen würde. Die Fraktionen wollen des Weiteren auch die Stadtverwaltung anschreiben und um Weiterleitung ihrer Forderungen an die Träger öffentlicher Belange bitten.