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In Friedrichsthal wird am 29. November ein neuer Bürgermeister gewählt

Wer macht das Rennen? : Friedrichsthaler wählen am Sonntag neuen Bürgermeister

Christian Jung (SPD) und Klaus Gottfreund (CDU) treten gegeneinander an, um Amtsinhaber Rolf Schultheis (SPD) zu beerben.

Die Bürger der Stadt Friedrichsthal wählen am kommenden Sonntag ihren neuen Bürgermeister. 8452 Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, den Nachfolger des amtierenden Bürgermeisters Rolf Schultheis (SPD) zu bestimmen. Dieser war erst 2015 zu seiner zweiten Amtszeit angetreten, hatte aber im Mai diesen Jahres seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt, da er am 1. April 2021 die Regelaltersgrenze erreicht.

Nachdem die ehemalige Vorsitzende der SPD Bildstock, Nicole Hofmann, daran scheiterte, als parteilose Kandidatin genügend Unterstützer-Stimmen von Friedrichsthaler Bürgern zu sammeln, sind noch zwei Kandidaten im Rennen um den Chef-Posten im Rathaus: Christian Jung (57) tritt für die SPD an, Klaus Gottfreund (55) für die CDU.

Jung ist seit über 25 Jahren Mitglied der Sozialdemokraten und kann auf 35 Jahre Erfahrung in der Friedrichsthaler Verwaltung zurück blicken, wohin er nach einer Ausbildung zum Kaufmann in Groß- und Außenhandel und seinem Wehrdienst wechselte. Die Erfahrung möchte er nutzen, um die Abläufe im Rathaus zu modernisieren. Weitere Anliegen sind ihm Sicherheit im Umfeld von Schulen und Kitas und die bessere Vernetzung der Friedrichsthaler Vereine.

Klaus Gottfreund saß vor seiner CDU-Kandidatur bereits für die Linke im Stadtrat. Der gelernte Netzmonteur, der nebenberuflich ein Studium zum Diplom-Kaufmann und Master of Engineering absolvierte, möchte das Sicherheitsempfinden durch Einführung einer „City-Wacht“ erhöhen. Darüber hinaus möchte er sich für den Erhalt der kommunalen Bäder und eine innovative und ökologische Infrastruktur einsetzen.

Auf den Sieger wartet ein Friedrichsthaler Stadtrat ohne klare Mehrheiten. Bei der Kommunalwahl 2019 waren die beiden Volksparteien die großen Verlierer: Die SPD als größte Fraktion verlor vier Sitze (auf zehn), die CDU drei (auf neun). Dafür schaffte die AfD den Einzug in den Rat mit vier Sitzen, die Grüne verbesserte sich auf vier Sitze (plus zwei) und die FDP auf zwei (plus eins). Die Linke behielt unverändert vier Sitze.

Wie das Rathaus im Vorfeld mitteilte, wird am Sonntagabend aus Sicherheitsgründen auf eine Wahl-Party verzichtet. Stattdessen soll das vorläufige Ergebnis am Wahltag ab 18.15 Uhr in einem Youtube-Livestream verkündet werden.

CDU-Bürgermeisterkandidat Klaus Gottfreund  Foto: CDU

Link zum Stream am Wahlabend unter www.friedrichsthal.de