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Jahresrückblick
In der Stadtmitte klafft jetzt eine große Baulücke

Dem Bagger fiel das marode und nicht mehr zu sanierende Katholische Vereinshaus zum Opfer.
Dem Bagger fiel das marode und nicht mehr zu sanierende Katholische Vereinshaus zum Opfer. FOTO: Thomas Seeber
Friedrichsthal. Das katholische Vereinshaus in der Hüttenstraße wurde abgerissen. An derselben Stelle soll ein Neubau entstehen, aber wann steht derzeit noch in den Sternen. Von Thomas Feilen

Das Katholische Vereinshaus in der Hüttenstraße ist Vergangenheit. Im November rückten dort Bagger und Abrissbirne dem Gebäude zu Leibe. Mittlerweile klafft eine unübersehbare Lücke an der Stelle, wo eine neue Veranstaltungsstätte in der Stadtmitte entstehen soll. Wie die aussieht und wann mit dem Neubau begonnen werden wird, ist zurzeit ungewiss. Klar ist nur, dass viele Vereine sehnlichst auf eine Nachfolgeregelung fürs Vereinshaus warten. So müssen auch in der aktuellen närrischen Session Fastnachtsvereine wieder ausweichen, teilweise in den Rathausfestsaal.


Dieser war denn auch Schauplatz einer Bürgerversammlung, in der über das „Schicksal des Vereinshauses“ informiert wurde. Dabei erläuterte Siegfried Kraus vom Fachbereich Bauen anhand einer Präsentation, dass grobe bauliche Mängel erst bei damals laufenden Entkernung erkannt wurden. So seien im Erdgeschoss etliche Träger stark angerostet, überall bahnten sich Risse ihre Wege durchs Mauerwerk. Teilweise wurden nachträglich Zwischenwände einfach aufgemauert – ohne Fundament jedoch, so Kraus damals weiter. Pfarrer Thielen ergänzte, dass die Nutzung nicht aus den Augen verloren werden solle; sprich: Es werde weder Raum für eine Gastronomie noch für eine Kegelbahn geben. Vermutlich werde das zukünftige Haus etwa ein Drittel der Größe des jetzigen haben. Dies entspreche auch dem vom Bistum Trier vorgegebenen Flächen-Rahmen für die Pfarrgemeinden.

Eine weitere Bürgerversammlung befasste sich mit den städtischen Friedhöfen. Hier wurde der Sanierungsbedarf erkannt. Die Arbeiten stehen auf der Agenda für 2018  ganz oben, die nötigen Gelder stehen im Haushalt bereit.

Grund zur Freude gab es aber auch im Jahre 2017: Die Caritas-Gemeinwesenarbeit (GWA) feierte ihr 40-jähriges Bestehen. Die Einrichtung in der Elversberger Straße ist eine wichtige Begegnungsstätte, besonders auch für Flüchtlinge, die mittlerweile in Friedrichsthal leben.

Im neuen Jahr stehen neben dem Lärmaktionsplan für die Stadt auch die Positionierung zu den Grubenwasser-Plänen ganz oben auf der Tätigkeitsliste für die Stadträte. Die Sanierung des Haushaltes muss des Weiteren vorangetrieben werden.



Zauberer Kalibo unterhielt die kleinen und die großen Gäste bei der GWA-Geburtstagsfeier.
Zauberer Kalibo unterhielt die kleinen und die großen Gäste bei der GWA-Geburtstagsfeier. FOTO: Thomas Seeber