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Hoferkopfschule bildete Streitschlichter aus

Hoferkopfschule bildete Streitschlichter aus

Bildstock. Im Januar war einiges los an der Grundschule Bildstock. Seit diesem Schuljahr macht die Bildungseinrichtung mit bei dem landesweiten Projekt "Schulmediation". Dabei lernen die Mädchen und Buben der älteren Jahrgänge, bei Streitigkeiten von Gleichaltrigen oder jüngeren Mitschülern zu vermitteln

Bildstock. Im Januar war einiges los an der Grundschule Bildstock. Seit diesem Schuljahr macht die Bildungseinrichtung mit bei dem landesweiten Projekt "Schulmediation". Dabei lernen die Mädchen und Buben der älteren Jahrgänge, bei Streitigkeiten von Gleichaltrigen oder jüngeren Mitschülern zu vermitteln. Bevor ein solch anspruchsvolles Projekt jedoch starten kann, gilt es viele Vorbereitungen zu treffen.So sind nicht nur die Mediatoren, also die Streitschlichter, auszubilden, auch die übrigen Kinder der Schule müssen für das Angebot sensibilisiert werden. Aus diesem Grund gab es eine Projektwoche. Jede Klasse beschäftigte sich zwei Unterrichtsstunden lang mit dem Thema "Streit". Je nach Alter und Interessenlage standen unterschiedliche Aspekte im Vordergrund. Die Jüngsten beschäftigten sich mit der Frage, wie Wut und Ärger entstehen, und wie man sich am besten verhält, wenn man solche Gefühle in sich spürt. In anderen Klassen wurden Spiele zur Stärkung der Klassengemeinschaft und des Selbstwertgefühles gemacht. Ziel war für alle Altersstufen, sich mit der Entstehung von Konflikten auseinander zu setzen, um das Verfahren der Streitschlichtung besser zu durchschauen. Schulleiterin Sandra Hödelsberger-Fuchshumer sagte: "Auch nach der Projektwoche ist das Thema Mediation noch nicht abgeschlossen. In den Klassen steht der soziale Umgang miteinander weiterhin als Lernziel im Mittelpunkt." Im zweiten Schulhalbjahr werden dann die Schülerinnen und Schüler ausgebildet, die im kommenden Schuljahr als Mediatoren tätig werden. Es bleibt also noch viel zu tun, bis sich die Mediation an der Grundschule Bildstock etabliert hat.

"Grenzen setzen - die Kunst, richtig Nein zu sagen". So lautete eine Veranstaltung mit dem Schulpsychologen Holger Weikopf. Er berichtete von seinen Erfahrungen im schulpsychologischen Dienst des Regionalverbandes Saarbrücken. Häufig hätten Eltern Probleme mit dem Verhalten ihres Kindes, wüssten aber nicht, wie sie dies beeinflussen können, sagte Weikopf.

Aus Unwissenheit oder Unsicherheit werde dann störendes Verhalten oft ignoriert und gerade dadurch noch verstärkt. Daraus könnten im schlimmsten Fall nachhaltige Entwicklungsstörungen erwachsen, die das Familienleben stark beeinträchtigten. Die mit einem Augenzwinkern geschilderten Situationen waren aus dem Leben gegriffen und sorgten bei den Zuhörern durchaus für Schmunzeln. In der abschließenden Diskussion wurden konkrete Erziehungsprobleme und mögliche Lösungswege zur Sprache gebracht. ll