Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe

Für Sonntag lädt die Stadt Friedrichsthal zum Neujahrsempfang ein. Im Mittelpunkt dieser festlichen Zusammenkunft stehen Menschen, die sich mit aller Kraft engagieren für ein besseres Leben in Rumänien.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Friedrichsthal werden zahlreiche Helfer des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises Saarland geehrt. Sie alle haben in den vergangenen Jahren beachtliche Leistungen in Sachen christlicher Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft erbracht. Und das oft im Stillen, ohne Aufhebens, ohne ,,Gedöns".

Da ist zunächst Werner Loos. Seit dem Jahr 2001 ist er DRFK-Mitglied und Helfer. 35 Mal war er zu einwöchigen Hilfseinsätzen in Rumänien . Zudem wird das Wirken von Gründungsmitglied Nikolaus Kreutzer, gewürdigt, aktiver Helfer seit 1990, fördert er heute den Verein nach Kräften. Mehrere einwöchige Hilfseinsätze gehen auch auf sein Konto.

Bei Einsätzen in Südosteuropa war auch Benno Kling als Helfer ab 1990 und in den Folgejahren dabei. Harald Hauch wiederum ist Freundschaftskreis-Mitglied und aktiver Helfer seit 1998. Ganze 15 Mal hat er zur Freude rumänischer Kinder den Weihnachtsmann in der Vorweihnachtszeit gespielt. Rund 50 Hilfseinsätze hat er in Rumänien absolviert.

Der DRFK-Vorsitzende Willi Gehring wiederum krempelt seit dem Jahr 1988 die Ärmel hoch und gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins in 1990. 163 einwöchige Hilfseinsätze hat er seither gestemmt und viel Geld zusammengetragen, das den Ärmsten der Armen zugutekommt.

Geehrt von Bürgermeister Rolf Schultheis wird auch Bernd Hussong, der in seiner Zeit als THW-Ortsbeauftragter dem Verein jegliche Unterstützung gewährte. Heute gehört er, der ebenfalls einige Hilfseinsätze aktiv begleitete, zum Kreis der Förderer. Berthold Kopp, aktiver Helfer von Anfang an bis heute - auch als THWler - fuhr zahlreiche einwöchige Hilfseinsätze. Zu den aktiven Helfern von Beginn an bis heute, auch als THWler, zählt Dieter Klein. Er ließ es sich nicht nehmen, vor Ort mit anzupacken, und das mehrere Male. Das Gleiche gilt für Markus Walter, ebenfalls ein verlässlicher Mensch, dem nichts zu viel ist und war. Nicht zu vergessen Rudolf Leick, ebenfalls ein fleißiger Mann und Helfer vor Ort.

,,Es gibt eine Reihe von Menschen in Friedrichsthal , die die Hilfsmaßnahmen des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises stark unterstützen und fördern, aber gern ungenannt bleiben möchten", teilt der Vorsitzende Willi Gehring mit. Er erinnert zudem an Persönlichkeiten, die leider schon verstorben sind und sich insbesondere als Helfer hervorgetan haben.

Da wäre zunächst Harald Euler, Initiator und Gründer der Bildstocker Rumänienhilfe 1988, aus der zwei Jahre später der DRFK hervorgegangen ist. Erinnert sei auch an Carla Pelz, Helferin seit 2003 und Ehrenbürgerin der Stadt Timisoara. Nach ihr ist eine Kindertagesstätte in Timisoara benannt: "Gradinita Carla"

Zu den unvergessenen Vereinsmitgliedern gehören auch Franz Steinbrecher, aktiver Helfer in der Zeit von 1990 bis 1994, Günter Veith - von 1990 bis 1998 war er mit allem Engagement dabei - sowie Norbert Klär, der ebenfalls als Förderer und tatkräftiger Helfer von Anfang an den Freundschaftskreis bereicherte. Der Deutsch-Rumänische Freundschaftskreis Saarland hilft schon seit über 25 Jahren bedürftigen Menschen in Südosteuropa . Dabei mobilisiert der eingetragene Verein aus Friedrichsthal durch seine Hilfe auch örtliche Kräfte, die den Gedanken der "Hilfe zur Selbsthilfe" verwirklichen.

Der Verein hat nun seinen Arbeitsbericht fürs Jahr 2014 veröffentlicht. So wurden bei insgesamt neun Transporten knapp 100 Tonnen Hilfsgüter nach Rumänien gebracht. An sieben Einsätzen waren über 50 Helferinnen und Helfer tatkräftig beteiligt. Dank Sachspenden des Marien-Krankenhauses St. Wendel und dem Saarländischen Schwesternverband Ottweiler wurde Krankenhaushilfe für Patientenzimmer und andere Ausstattung im Inventar-Wert von 80 000 Euro für ein Krankenhaus in Lipova geleistet. In Zusammenarbeit mit rumänischen Partnern wurden für rund 11 000 Euro fünf Kinderspielplätze geplant und errichtet. Durch die Material-Finanzierung in Höhe von rund 8000 Euro konnte das Heimpersonal zusammen mit rumänischen Freunden in ehrenamtlicher Arbeit das "Heim für schwerstbehinderte Jugendliche" in Cuvesdia sanieren. Auch die Projektwoche "Leben der Roma" gehörte zu den Aktivitäten des DRFK. Sie führte vor Ort zur Diskussion und zur Planung von Hilfsmaßnahmen für extrem arme Wohnsiedlungen in Lipova, Soimos, und Milova.

Viele weitere Aktionen hat der Freundschaftskreis im abgelaufenen Jahr initiiert und durchgeführt - darunter auch zahlreiche Einzelmaßnahmen wie Lebensmittel- oder Medikamentenhilfe in Notfällen, Besorgung von Heiz- oder Schulmaterialien sowie Kleidung und Behelfsmittel wie Rollstühle oder Rollatoren. Zuletzt gab es eine große Weihnachts-Hilfsaktion, bei der Sach- und Geldspenden für rund 5300 Kinder in der Region Lipova-Murestal gesammelt wurden. Sachspenden werden vom Verein ohnehin über das ganze Jahr entgegen genommen - ohne spezielle Werbeaufrufe. Sie landen im Zentrallager in Klarenthal, das an fast jedem Samstag geöffnet hat und wo man sich stets über die aktuellen Aktivitäten des sehr rührigen Vereins informieren kann.

drfk.de