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Ab ins kühle Nass
„45 Jahre zurück und in die Zukunft“

Beim Moby-Dick-Cup gab es jede Menge Spaß im Friedrichsthaler Hallenbad.
Beim Moby-Dick-Cup gab es jede Menge Spaß im Friedrichsthaler Hallenbad. FOTO: Iris Maria Maurer
Friedrichsthal. Das langjährige Bestehen des Bades und der Sauna wird mit vielen Aktionen gefeiert. Stadt hält an Einrichtung fest.

Mit einer großen Festwoche feiert Friedrichsthal das 45-jährige Bestehen seines Schwimmbades. Das Programm beginnt am kommenden Montag, 19. November, mit einem Gläschen Sekt für jeden Besucher. Am Dienstag und Mittwoch geht es dann gesünder weiter: Neben frischem Obst gibt es in der Caféteria ein Frühstücksbüfett und ab dem Nachmittag zu jedem Getränk eine frische Brezel dazu. Mit der XXL-Familienkarte ist der Zutritt zum Dampfbad am kommenden Mittwoch frei, den Warmbadezuschlag bekommt man zudem geschenkt.


Am Donnerstag kommender Woche ist der Zutritt zum Dampfbad komplett frei und der Warmbadezuschlag entfällt ebenfalls. Am Freitag (23. November) heißt es ab 16 Uhr „45 Jahre zurück und in die Zukunft“. Beim 45-Kilometer-und-mehr-Spendenschwimmen muss jede zu schwimmende Bahn durch eine Spende erkauft werden. Am Donnerstag und Freitag gibt es zudem wieder ein Frühstücksbüfett  und ab dem Nachmittag zu jedem Getränk eine frische Brezel dazu.

Am Samstag (24. November) erhält jeder Teilnehmer an einer Führung durch den Saunabereich eine Tageskarte gratis dazu. Um 11 Uhr folgt eine Führung durch die technischen Anlagen in den „Katakomben“. Am Samstag und Sonntag wartet in der Cafeteria ein Bergmannsfrühstück nebst Kuchenbüfett. Die Festwoche endet am Sonntag, 25. November, mit freiem Eintritt in die Sauna mit fruchtigen Aufgüssen. Zudem haben Kinder unter sechs Jahren zusammen mit ihren Eltern freien Eintritt. Jeden Tag werden attraktive Preise verlost. Am Sonntag gibt es zu jedem Eintritt einen 1-Euro-Bon für die Caféteria.



Was mit 16 Stimmen dafür, einer Gegenstimme und 5 Stimmenthaltungen am 2. August 1972 vom Stadtrat beschlossen wurde, hat noch heute Bestand -  das Hallenbad der Stadt Friedrichsthal. Nach einer Bauzeit von 9 Monaten und Baukosten von 3,2 Millionen DM ging das Hallenbad am 15. Dezember 1973 in Betrieb, wie die Stadt mitteilt.

Grund genug für die Stadtverwaltung, sich bei den vielen Badegästen in der Woche vom 19. November bis 25. November täglich mit attraktiven Treueaktionen zu bedanken. Auch 45 Jahre nach ihrem Start erfreut sich die Einrichtung, die  zwischenzeitlich als Bürgerbad in aller Munde ist, noch einer großen Beliebtheit. Zwar reichen die aktuellen Besucherzahlen nicht mehr an die des ersten Jahres mit rund 100 000 heran. Aber rund 55 000 Badegäste im vergangenen Jahr sind vor dem Hintergrund eines veränderten Freizeitverhaltens noch immer ein Beleg für die hohe Akzeptanz.

Insbesondere von jungen Familien wird das Bad wegen seiner Übersichtlichkeit und seines Kleinkinderbereichs sehr gerne genutzt. Aber auch ältere Badegäste schätzten gleichzeitig die Ausrichtung von zwei Warmbadetagen wöchentlich zur Gesunderhaltung. Und sind nur mal Entspannung und Schwitzen angesagt, bieten der kleine Saunabereich und der Wintergarten vielfältige Möglichkeiten.

Ohne Frage haben all die Jahre ihre Spuren hinterlassen. Aber statt sich wie vielerorts mit der Schließung von Bädern zu befassen, standen in Friedrichsthal seit jeher Maßnahmen zur baulichen Erhaltung und  zur energetischen Verbesserung mit dem Ziel der Kostensenkung im Vordergrund. So wurde Mitte dieses Jahres das Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Es dient künftig der Wärmeerzeugung, der Eigenstromnutzung sowie der Stromeinspeisung und somit zur Verringerung der Energiekosten.

Aber auch energetische Verbesserungen in der Vergangenheit, wie die Dämmung der Außenfassade und der Einbau einer neuen Fensteranlage sowie die Installation einer Mess- und Regeltechnik für die Wasseraufbereitung, reihen sich in die Maßnahmen ein, die nicht zuletzt auch mit der Unterstützung des Fördervereins zur Baderhaltung beitragen. Nichtsdestotrotz werden aber auch künftig Vorhaben - insbesondere zur baulichen Erhaltung - erforderlich sein, damit die kleinen und großen Wasserratten noch lange ihre Bahnen ziehen können. Denn das Hallenbad beabsichtigt nicht, sich nach 45 „Arbeitsjahren“ in die Rente zu verabschieden.

Trotz Zuschussbedarfs sehen Bürgermeister Rolf Schultheis und der Stadtrat in der Erhaltung des Bürgerbades in Friedrichsthal eine wichtige öffentliche Aufgabe, um letztlich bezahlbare  Angebote im Rahmen der Sport- und Freizeitgestaltung sowie der Gesunderhaltung für alle Bevölkerungsschichten bereitzustellen.

Das ausführliche Programm der Festwoche ist auf der Internetseite der Stadt Friedrichsthal in der rechten Spalte „Hallen- und Freibad“ ersichtlich.

(bo)