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Fans feiern Hellas Bildstock
Gänsehaut pur mit Tränen in den Augen

Eine blau-weiße Wand: Hellas Bildstock hatte mehr als 300 Anhänger mitgebracht. Und diese durften einmal so richtig jubeln. Denn Bildstock gewann das Duell der Masters-Debütanten gegen den FC Rastpfuhl mit 4:1.
Eine blau-weiße Wand: Hellas Bildstock hatte mehr als 300 Anhänger mitgebracht. Und diese durften einmal so richtig jubeln. Denn Bildstock gewann das Duell der Masters-Debütanten gegen den FC Rastpfuhl mit 4:1. FOTO: Thomas Wieck
Bildstock. Bildstock ist bei seiner ersten Masters-Teilnahme in der Vorrunde gescheitert. Trotzdem feierte die Hellas mit ihren Fans eine Fußball-Party. Von Philipp Semmler

Mehr als 300 in Blau und Weiß gekleidete Fans des Landesligisten Hellas Bildstock machten am späten Sonntagnachmittag in der Saarbrücker Saarlandhalle mit den Spielern die La-Ola-Welle und feierten ihre Mannschaft lautstark. Und das, obwohl sich der Masters-Neuling bei seiner ersten Teilnahme am Volksbanken-Masters des Saarländischen Fußball-Verbandes bereits nach der Vorrunde verabschiedet hatte. „Das war Gänsehaut pur“, erklärt Trainer Michel Cimini. „Ich muss gestehen, ich hatte Tränen in den Augen, als ich gesehen habe, dass uns ein Fanblock von 300 bis 350 Leuten unterstützt. Das war überwältigend“, ergänzt der 44-Jährige.


Wenn es auch mit dem Halbfinale nicht funktionierte – immerhin konnten die Hellas-Spieler und Fans ein gewonnenes Spiel beim Masters bejubeln: In der letzten Partie der Vorrunden-Gruppe A setzte sich der Landesligist mit 4:1 gegen Verbandsligist FC Rastpfuhl durch. Kevin Staub und Lukas Schweitzer trafen doppelt für Hellas Bildstock. Schon vor dieser Partie war das Vorrunden-Aus beider Clubs besiegelt gewesen. Den Hauptgrund hierfür sah Cimini im Eröffnungsspiel des Turniers gegen Saarlandligist Sportfreunde Köllerbach. Dieses verlor Bildstock mit 0:1. „Und das, obwohl wir die bessere Mannschaft waren und die besseren Chancen hatten“, erklärt Cimini. Doch immer wieder fanden die Hellas-Akteure in Köllerbachs Schlussmann Sascha Segarra Gil ihren Meister – oder sie schossen knapp am Tor vorbei.

Wegen der Auftaktniederlage waren die Bildstocker im zweiten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger FC Wiesbach zum Siegen verdammt. Die Hellas zog sich gegen den Favoriten aus der Oberliga achtbar aus der Affäre, musste sich aber mit 1:3 geschlagen geben. Julian Kriesch hatte in der neunten Minute mit seinem Treffer zum 1:1 für großen Jubel bei den Blau-Weißen gesorgt. Doch die Wiesbacher schlugen prompt zurück: Keine 60 Sekunden später brachte Maurice Urnau den Oberligisten wieder in Führung. Und Nico Veeck machte wenig später mit dem Treffer zum 3:1 für Wiesbach den Sack zu. Das Bildstocker Aus war damit besiegelt.



„Wir sind aber keineswegs enttäuscht. Es ist schon toll, dass wir es überhaupt unter die besten acht Hallenmannschaften des Saarlands geschafft haben. Das ist eine Riesen-Sache“, sagt Cimini. Die erste Masters-Teilnahme der Vereinsgeschichte hat bei der Hellas Lust auf mehr geweckt. „Wenn unsere Mannschaft so zusammenbleibt, dann wollen wir nächste Saison wieder versuchen, uns zu qualifizieren“, kündigt der Trainer an. Sollte dies gelingen, könnte Bildstock vielleicht sogar als Verbands- und nicht mehr als Landesligist zum Masters 2019 fahren. Denn der Meister-Titel in der Landesliga Ost ist das nächste große Ziel des Clubs. „Ich hoffe, dass wir den Schwung der Hallenrunde mitnehmen können, und wir den Aufstieg schaffen“, erklärt Cimini.

Die Ausgangslage für die Hellas im Titelkampf ist hervorragend: Vor dem Rückrunden-Auftakt am 25. Februar zu Hause gegen den Tabellendritten SV Beeden hat Spitzenreiter Bildstock zehn Punkte Vorsprung vor Verfolger Spvgg. Einöd-Ingweiler. Der Tabellendritte SV Beeden hat 13 Punkte Rückstand auf Bildstock – und dürfte nicht nur deshalb im Titelrennen keine Rolle mehr spielen. Denn etliche Stammspieler haben Beeden in der Winterpause verlassen.