Nach einjähriger Abstinenz: Friedrichsthaler Narren haben gut lachen

Nach einjähriger Abstinenz : Friedrichsthaler Narren haben gut lachen

Nach einem Jahr ohne hat die Stadt wieder einen Gaudiwurm. Der startet an Faasendsamstag.

An Fastnachtssamstag, 2. März, wird es nach einjähriger Pause wieder einen  Faasendzug in Friedrichsthal geben. Das bestätigte gestern Vroni Längler von der Karnevalsgesellschaft Kneisjer vom Hoferkopp. Diese und die beiden anderen örtlichen Gesellschaften, die Narrenzunft katholischer Vereine (NKV) und Blau-Weiß, sind die treibenden Kräfte neben dem neuen Friedrichsthaler Ausschuss für Brauchtumspflege (FAB). Auch in diesem ist Vroni Längler ehrenamtlich aktiv.

Allerdings wird der Zug anders als in den Jahren vor 2018 nicht an Rosenmontag starten, sondern eben an Fastnachtssamstag. Das ist nach Länglers Angaben gegenüber der SZ den hohen Sicherheitsauflagen geschuldet. Diese sind auch Ursache, dass der Zug, der um 14.11 in der Hofstraße in Bildstock losgeht,  einen neuen Weg nehmen muss als vor 2018, dem Zug-losen Jahr.

Einer der größten Problempunkte vor der Absage des Zuges 2018 stellte damals  das geforderte Sicherheitskonzept dar. So hätten zum Beispiel Einmündungsbereiche nicht nur von Ordnern gesichert werden müssen. Wie es damals von Seite der Organisatoren weiter hieß, hätten zudem auch „technische Maßnahmen“ wie Betonpoller, Lastwagen, befüllte Container oder ähnliches eine Zufahrt behindern müssen.

Aufgrund der Länge der geplanten und bekannten Strecke sei es des weiteren nicht möglich gewesen, genügend Sperren aufzutreiben. Außerdem wären immense Kosten aufgelaufen, denn jede dieser Barriere koste Geld und müsse auch noch angeliefert werden. Wer aber hätte den Transport oder den Einsatz von Kränen etc. bezahlen sollen. Und dann hätten auch noch die Fragen nach Haftung und Verantwortlichkeit im Schadensfalle im Raum gestanden.

Am 2. März  beginnt der Umzug   um 14.11 Uhr in der Hofstraße. Danach geht es nach Angaben der Veranstalter durch die Illinger Straße in Richtung Kreuzung „Am Westschacht“, dann biegt der Gaudiwurm in die Grühlingsstraße ein. Später geht der Zug durch die Straße „Zum Grühlingswald“ bis zur „Grubenstraße“.

Am Gerätehaus der Friedrichsthaler Freiwilligen Feuerwehr geht es weiter durch die Saarbrücker Straße bis zum Endpunkt am Marktplatz in Friedrichsthal. Nach Angaben aus dem Rathaus von gestern soll der sogenannte Rathaussturm, bei dem der Bürgermeister die Schlüsselgewalt für Rathaus an die Narren abgeben  muss, in den Zug am Samstag einbezogen werden. Nach Angaben von Vroni Längler sind die Genehmigungen von zuständigen Stellen erteilt  worden.

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