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Friedrichsthaler Genossen holen zum politischen Rundumschlag aus

Friedrichsthaler Genossen holen zum politischen Rundumschlag aus

Friedrichsthal. Heute um 17 Uhr kommt der Friedrichsthaler Stadtrat zu seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien zusammen. Brisante Punkte stehen nicht auf der Tagesordnung. Dennoch ist die SPD-Fraktion gespannt, "mit welchen Überraschungen die anderen Fraktionen und speziell die CDU und die Linke diesmal aufwarten"

Friedrichsthal. Heute um 17 Uhr kommt der Friedrichsthaler Stadtrat zu seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien zusammen. Brisante Punkte stehen nicht auf der Tagesordnung. Dennoch ist die SPD-Fraktion gespannt, "mit welchen Überraschungen die anderen Fraktionen und speziell die CDU und die Linke diesmal aufwarten". "Seit der Kommunalwahl hat sich das politische Klima im Rat verschlechtert", beklagt SPD-Fraktionschef Hermann Guckeisen. Er erinnert an die Angriffe der CDU gegen Bürgermeister Rolf Schultheis. Unter anderem hätte die CDU behauptet, Schultheis verwalte nur passiv das von seinem Amtsvorgänger und Parteifreund Werner Cornelius übernommene Elend. Der Beigeordnete Helmut Donnevert habe Schultheis sogar als "Grußonkel" tituliert. "Solche Äußerungen tragen nicht zu einem besseren Klima bei", sagt Guckeisen. Seine Fraktionskollegin Anne Hauptmann (Foto: isi) stellt fest: "Da haben wohl einige in der CDU immer noch nicht die Niederlage im Bürgermeisterwahlkampf verkraftet." Walter Jörn macht deutlich: "Die Vorwürfe sind völlig haltlos." Wer mit offenen Augen durch die Stadt gehe, stelle fest, dass sich Friedrichsthal in den vergangenen zwei Jahrzehnten positiv entwickelt habe. "Wir haben eine attraktive Stadtmitte, bald auch ein schönes Zentrum in Bildstock. Die Infrastruktur stimmt. Die öffentlichen Gebäude sind in einem guten Zustand", sagt Günter Struttmann. Guckeisen: "In den vergangenen Jahren wurden 12,6 Millionen Euro in die Stadtmittesanierung investiert. Davon musste die Stadt nur 2,6 Millionen selbst zahlen." Wenn diese Investitionen jetzt von den Linken kritisiert würden, müsse man fragen: "Wie würde die Stadt ohne diese Investitionen aussehen?". Klar sei: "Wären diese Investitionen nicht gemacht worden, sei Friedrichsthal keine so liebens- und lebenswerte Stadt." Heinz Hermann Winkel erinnert an das Verhalten der Linken-Fraktion bei den Haushaltsberatungen. "Sie haben sich ihrer Verantwortung entzogen und an der Abstimmung nicht teilgenommen." Grotesk sei auch das Vorgehen von Linken-Fraktionschef Manfred Klein gewesen. Erst habe dieser gegiftet, dass der Stadtrat weder willens noch fähig sei, Sparvorschläge zu machen. Und am Ende der Sitzung habe er dann alle Fraktionen zu einem Gespräch eingeladen. Das Fazit von Anne Hauptmann: "Im neuen Stadtrat kann man nur mit der Grünen-Fraktion auf einer sachlichen Basis zusammenarbeiten."Auch die zweiköpfige FDP-Fraktion im Stadtrat ist für die SPD kein geeigneter Partner. Guckeisen: "Die FDP-Ratsmitglieder glänzen die meiste Zeit durch Abwesenheit." ll