Friedrichsthal will stärken in Tourismus investieren

Das Bad und der Turm : Bürger mögen ihr Bad, Weiher und Hoferkopfturm

Dass die Stadt sich wegen ihrer schlechten Finanzsituation eigentlich gar kein Bad mehr leisten kann, ist vielen klar. Dass sie es aber dennoch tut, hat was mit der großen Beliebtheit der kommunalen Einrichtung zu tun.

Und die wurde besonders im November unter Beweis gestellt, in der Festwoche zum 45-jährigen Bestehen des „Bürgerbades“. Und wenn es nach dem Willen der Bürger, des Stadtrates und der Verwaltung geht, wird es noch mehrere Jubiläen im und ums Wasser herum geben.

Zukunftssicher gemacht werden soll auch das Naherholungsgebiet Saufangweiher im Stadtteil Bildstock. Der Rat hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dort wird zum einen der provisorisch ersetzte Steg zukunftssicher neu gestaltet, daneben entsteht am historischen Ablaufturm, dem sogenannten Mönch, eine neue Aussichtsplattform.

Im Jahr 2018 wurden auch die Bemühungen um den Bau eines neuen Hoferkopfturms wieder intensiviert. Die Hauptfrage ist nach wie vor, wie das Projekt bezahlt werden kann. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 220 000 bis 250 000 Euro. Einen Teil dazu beitragen Motivnudeln in drei Farben in Form des letzten Hoferkopfturms hergestellt und mit einem passenden Etikett versehen, die im Rathaus und in ausgewählten Geschäften erhältlich sind. Weitere Einnahmen könnte der Verkauf einer Sonderbriefmarke erzielen, die der Briefdienstleister Saarriva mit dem letzten Turm als Motiv in einer Auflage von 1000 Stück herausgebracht hat. Das interessanteste Produkt dürfte aber das erste Friedrichsthaler Bier mit dem Namen „Hoferkopfturm-Bräu“ sein, ein echtes Craftbier.

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