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Feuerwehreinsatz
Feuerwehr rettet in Bildstock drei Menschen

 Rauch quoll am Freitagabend aus diesem Wohnhaus in Bildstock. Die Feuerwehr evakuierte eine 21-Jährige und zwei weitere Bewohner.
Rauch quoll am Freitagabend aus diesem Wohnhaus in Bildstock. Die Feuerwehr evakuierte eine 21-Jährige und zwei weitere Bewohner. FOTO: BeckerBredel
Friedrichsthal. Aufwändiger Einsatz in Wohnhaus an der Illinger Straße. Brandursache am Sonntag noch unbekannt. Von Frank Bredel

Wohnungsbrand, Menschen in Gefahr: Das waren die Alarmstichworte für die Feuerwehr, als sie am Freitag kurz nach 22 Uhr zur Illinger Straße nach Bildstock ausrückte. Schon während die ersten Retter ausstiegen, hören sie Hilferufe aus dem Hof. Sie holten eine 21 Jahre alte Frau mit Leitern von einer Garage und übergaben sie dem Rettungsdienst.


Die Frau sagte noch, es sei niemand mehr in der brennenden Wohnung, bevor sie mit Verdacht Rauchvergiftung ins Krankenhaus musste. Andere Teile des Gebäudes waren aber keineswegs leer. Der stellvertretende Wehrführer Christian Noll sah, dass in einer Wohnung noch Licht brannte.

Nach heftigem Klopfen öffnete ihm ein älterer Herr, der bis dahin im Bett gelegen und deswegen von dem Brand noch nichts mitbekommen hatte. Die Wohnung war bereits leicht verraucht.



Der Mann und seine Frau zogen sich rasch um. Dann verließen sie das Anwesen und ließen sich vom Rettungsdienst betreuen. Zwischenzeitlich platzten drei Scheiben der Wohnung im zweiten Stock des vierstöckigen Hauses.

Um die Flammen zu ersticken, legten zwölf Feuerwehrwehrleute ihre Atemschutzgeräte an. Dann gingen sie sowohl durch die Fenster als auch vom Balkon aus und durch das Treppenhaus gegen den Brand vor. Damit ließen sich die Flammen schnell ersticken. Die betroffene Wohnung brannte jedoch aus.

Um den stinkenden Qualm aus dem Gebäude zu schaffen, ließ Wehrführer Dieter Altmeier das Anwesen gründlich belüften. Außerdem lief die Suche nach tückischen Glutnestern in der Wohnung, wo der Brand ausgebrochen war.

Und ein starkes Sauggerät pumpte das Löschwasser aus der Wohnung des älteren Ehepaares. Dann übergaben die Feuerwehrleute die Einsatzstelle zur Ermittlung der Brandursache an die Polizei.

Wie diese mitteilt, war die Besitzerin der vom Feuer betroffenen Wohnung im Badezimmer, als der Rauchmelder anschlug. Daraufhin flüchtete die Frau auf die Garage. Die Polizei schätzt den Schaden auf 50 000 Euro.

Im Einsatz waren 45 Kräfte der Feuerwehr Friedrichsthal mit zehn Fahrzeugen. Brandinspekteur Tony Bender unterstützte den Einsatz ebenso wie sechs Helfer vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes aus Sulzbach und St. Ingbert.

Zwei Rettungsfahrzeuge und ein Notarztwagen standen bereit, um Verletzten zu helfen. Eine Streife der Polizeiinspektion Sulzbach sicherte die Umgebung des Brandortes ab. Der Chef der Wehr, Bürgermeister Rolf Schultheis, informierte sich an der Einsatzstelle über das Ausmaß des Brandes und  das Schicksal der Bewohner. Während der Löscharbeiten war die Illinger Straße gesperrt. Die Brandursache stand am Sonntag noch nicht fest.