Feuersbrunst bis unters Dach

Es war eine anspruchsvolle Übung, die die Friedrichsthaler Wehrleute zu meistern hatten. Allerdings bewiesen sie erneut, dass sie bestens ausgebildet sind. Das wurde von allen Beobachtern auch gewürdigt.

Friedrichsthal. Mit dem katholischen Vereinshaus hatten die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsthal ein schwieriges Objekt für die Jahreshauptübung ausgesucht. Folgende Lage wurde angenommen: Im Keller des Vereinshauses kam es durch einen technischen Defekt zu einem Brand. Er dehnte sich im ganzen Haus bis auf die riesige Dachfläche aus. Die Wehr musste drei Personen aus dem Haus retten, den Brand bekämpfen und dessen Ausbreitung auf die benachbarten Häuser und die Kirche verhindern. Um die verletzten Personen kümmerte sich das Friedrichsthaler Rote Kreuz.Nach Ansicht von Tony Bender, dem Chef der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken und stellvertretenden Brandinspekteur (BI) des Regionalverbandes, erledigten die Einsatzkräfte die ihnen gestellten Aufgaben sehr gut. Bei der Übungsbesprechung im Gerätehaus in der Grubenstraße betonte Bender: "Der Ausbildungsstand der Friedrichsthaler Wehr ist sehr gut." Der stellvertretende BI machte deutlich, dass die Einsatzkräfte ehrenamtlich und freiwillig tätig sind. Allerdings sei der Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Kommune. Sie müsse für eine entsprechende Ausstattung sorgen. Der Friedrichsthaler Bürgermeister Rolf Schultheis zeigte sich beeindruckt von der Übung. Er betonte: "Der Ablauf hat gezeigt, dass unsere Feuerwehrfrauen und -männer ihr Handwerk verstehen." Schultheis stellte heraus: Neben einer großen Motivation und hohem Können sei aber auch eine gute technische Ausrüstung erforderlich. Nach Angaben von Landesbrandinspekteur Bernd Becker sind die Anforderungen und die Einsatzzahlen für die Freiwilligen Feuerwehren in den vergangenen Jahren gestiegen.

Vor den Aktiven hatten die Mitglieder der Jugendwehr bei einer Angriffsübung auf dem Friedrichsthaler Marktplatz ihr Können gezeigt. Dafür gab es später ein dickes Lob aus berufenem Munde. Tony Bender sprach den Mädchen und Buben ein uneingeschränktes Lob aus. "Das habt ihr prima gemacht".

Nach der ausführlichen Besprechung ehrte der Löschbezirk Friedrichsthal noch intern Günter Caspari für 30-jährige Zugehörigkeit.

Hintergrund

Nach der Jahreshauptübung gab es bei der Friedrichsthaler Wehr zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Feuerwehranwärter sind jetzt Emely Anschütz, Ruven Krumm, Dominik Nuss und Christian Weyrich. Befördern wurden Nicole Molter, Joachim Kretz, Marc Radlicki und Marc Wambach. Sie sind jetzt Feuerwehrfrau, beziehungsweise Feuerwehrmänner. Zu Oberfeuerwehrmännern befördert wurden Steven Detzler, Philipp Gehm, Stephan Müller und Mario Haupenthal. Löschmeisterin wurde Tanja Altmeier, Löschmeister Martin Eickhoff. Mark Bergmann ist nun Oberlöschmeister. Eine Stufe weiter auf der Karriereleiter bei der Wehr sind auch Martina Altmeier und Markus Schmidt. Sie sind jetzt Brandmeister. Für 20-jährige Zugehörigkeit zur Wehr überreichte Bürgermeister Rolf Schultheis dem neue Oberlöschmeister Marr Bergmann eine Uhr. Peter Bickelmann, der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, zeichnete für langjährige Mitgliedschaft in der Wehr folgende Männer aus: Dagobert Schneider (40 Jahre), Friedrich Heß und Gerhard Eickhoff (beide 60 Jahre) sowie Gustav Baatz (70 Jahre). ll