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Etwa 30 Schaulustige kamen zum Abriss des Hoferkopfturms

Etwa 30 Schaulustige kamen zum Abriss des Hoferkopfturms

Mit einem berstenden Geräusch ging am Freitagmorgen die Ära eines Wahrzeichens zu Ende. Mitarbeiter des Friedrichsthaler Baubetriebshofes und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr halfen dem Homburger Unternehmen Terrag dabei, den Hoferkopfturm zu fällen. Das Gelände um den etwa 21 Meter hohen Aussichtsturm in Bildstock war bereits vor etwa einem Jahr großflächig abgesperrt worden.

Etwa 30 Schaulustige hatten sich schon ab 8 Uhr morgens an dem Bauzaun eingefunden, der den Eintritt verwehrte. Interessiert schauten sie zu, wie die Feuerwehr ihre Drehleiter ausfuhr, damit die Terrag-Mitarbeiter Seile um den Balken im oberen Bereich legen konnten, die später an zwei Zugfahrzeugen befestigt wurden. Nachdem man mit zwei Motorsägen untere Querbalken angesägt hatte, um den Turm leichter zu Fall zu bringen, brachten die Fahrzeuge Spannung in die Stahlseile - der Hoferkopfturm kippte, verdrehte sich in sich selbst und stürzte krachend auf dem Vorplatz zusammen.

Die Möglichkeit einer Sanierung für den 1994 im Villinger Park erbauten Holzturm erhielt im Laufe dieses Jahres eine Abfuhr. Laut eines Gutachtens addierten sich die langfristigen Kosten dafür auf etwa 170 000 Euro - zu viel für die Stadt Friedrichsthal und wirtschaftlich unsinnig. Nun will man den Turmfall erst mal sacken lassen und sich dann mit einem eventuellen Neubau befassen. Nach dem Haushaltssanierungsplan müssen freiwillige Ausgaben fürs Erste zurückgestellt werden. Stattdessen will man versuchen, Sponsoren und Zuschussgeber zu aktivieren.

Im Falle eines Neubaus wird sicherlich auch der Förderverein Hoferkopfturm eine Rolle spielen. Dieser hat sich Mitte des Jahres gegründet und sich unter anderem bereits mit einem Neubau beschäftigt. Zur Sprache kam zum Beispiel, sich am Metallturm auf dem Betzelhübel in Ottweiler zu orientieren.