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,,Essbare Stadt“ nimmt Formen an

Friedrichsthal. Was ist denn, bitteschön, eine ,,essbare Stadt? Die Bedeutung dessen erfährt man in Friedrichsthal. Dort sind einige Männer und Frauen am Werk, die der Stadt ein frisches, grünes, bürgerfreundliches Gesicht verleihen. red/mh

Da steht etwas Neues am Friedrichsthaler Markt und an der Seniorenresidenz Gevita. Es scheint noch nicht ganz fertig zu sein, sieht aber nicht schlecht aus. Was wird es denn?, fragt sich der aufmerksame Betrachter.

Hier entstehen Hochbeete , auf denen in wenigen Wochen Kräuter, Radieschen, Salat, Gurken und anderes gepflanzt werden - je nach Saison. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sind eingeladen, sich an den Pflanzen zu bedienen, denn: ,,Wir sind die ,Essbare Stadt Friedrichsthal '", schreibt die Verwaltung.

Die entstehende Umgrenzung nennt man Gabionen. Sie sind mit Steinen befüllt. Das innere Beet wird nach professionellen Vorgaben mit verschiedenen Lagen bis zur obersten Schicht Mutterboden aufgehäuft. Mitglieder des Generationenbeirats haben die Planung und die Arbeit an Ort und Stelle ehrenamtlich vorgenommen. Ein Kameramann des SR - übrigens ein Friedrichsthaler - begleitete die Arbeiten und zeigt die Ergebnisse am 30. März (Montag) in der Sendung "Eine Stadt putzt sich heraus".

Und wer bezahlt das alles? Bei der Eröffnungsveranstaltung im Rathaus im Juli vergangenen Jahres überreichten Vertreterinnen und Vertreter der Fördermaßnahmen "Alt und Jung - gemeinsam - geht's besser" und der Agentur "Ländlicher Raum" dem Generationenbeirat zweckgebundene Fördermittel, die in den Projekten "Essbare Stadt" im Inselgarten sowie am Bahnhof und am Markt umgesetzt werden. Und die Stadt stellt bei Bedarf Fahrzeuge zur Verfügung. Zusätzlich helfen auch Sponsoren: Zum Beispiel wird ein Bienenhotel von einer Bildstocker Firma gestiftet, der Bau eines weiteren wird unterstützt vom Imkerverein in Friedrichsthal .

Am 9. April sind um 17 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen zum ersten Spatenstich der Anlage des Inselgartens. Treffpunkt ist das Feuerwehrgerätehaus in Bildstock.

Gut und schön. Aber wer kümmert sich um die Beete und den Garten? Wer gießt und wer jätet Unkraut? Verschiedene Mitglieder des Generationenbeirats haben sogenannte Patenschaften für die einzelnen Projekte übernommen: Bernd Franz für den Schulgarten der Hoferkopfschule, Rita Götzinger für den Schulgarten der Edith-Stein-Schule, das Projekt am JuZ, den Inselgarten einschließlich der Kräuterspirale, Gaby Kleinbauer für das Hochbeet am Markt Friedrichsthal und das Lavendelfeld an der Saarbrücker Straße, Werner Pietsch für einzelne Projekte entlang der Saarbrücker Straße, am Bahnhof und den zukünftigen Weingarten am Hoferkopf, Eva Prümm und Thomas Schreiber für das Hochbeet an der Seniorenresidenz Gevita.

Das heißt, sie kümmern sich regelmäßig und mit Hingabe um die Pflege: ums Anpflanzen, Gießen, Unkraut jäten. Zum Ernten sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen.