Entlastung für Friedrichsthaler Schüler

Entlastung für Friedrichsthaler Schüler

Bis auf ein paar Kleinigkeiten sind die Bedingungen für den Transport der Schüler, die von der Friedrichsthaler Edith-Stein-Schule in die Gemeinschaftsschule nach Quierschied müssen, fest. Beim Fahrpreis kommen nur zwei statt eigentlich drei Waben in Anrechnung. Das wurde am Mittwochabend im Stadtrat bekannt.

Gute Kunde gab es am vorigen Mittwochabend im Festsaal des Rathauses für diejenigen Schüler, die zum neuen Schuljahr nicht mehr die Edith-Stein-Schule besuchen können. Die Bildungseinrichtung wird ja mit der Gemeinschaftsschule verschmolzen (wir berichteten mehrfach).

Das bedeutet für Schüler, Eltern und Lehrer weitere Anfahrtwege und höhere Fahrtkosten. Wie Bürgermeister Rolf Schultheis bei der Beratung des Tagesordnungspunktes (Top) 2 "Wirtschaftsplan des Zweckverbandes ÖPNV im Regionalverband" mitteilte, werden die Schüler mit der Linie 175 nach Quierschied fahren können. Obwohl eigentlich drei Waben dafür in Anrechnung kommen müssten, würden den betroffenen Schülern lediglich zwei Waben beim Fahrkartenkauf berechnet. Weitere Vergünstigungen seien dann nicht mehr vorgesehen. Die Planung der Linie 175 "steht im Groben" (Schultheis). Dabei seien auch die verschiedenen Schulformen (freiwillige oder gebundene Ganztagsschule) berücksichtigt. Größere Probleme gebe es derzeit nicht mehr.

Zu diesem Top war auch der Verbandsvorsteher des Zweckverbandes, der Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle, nach Friedrichsthal gekommen. Er berichtete, dass im Wirtschaftsplan 2015 die "tatsächlich erbrachten Leistungen" der Stadt in Rechnung gestellt werden, also gefahrene Buskilometer und Zahl der Haltestellen. Das mache für die Stadt 100 601 Euro aus, die der Zweckverband erhebe. Eine Umlage werde jetzt nur noch für die Verwaltungsleistungen des Zweckverbandes erhoben, wobei die 84 000 Euro nach der Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt werden.

Anschließend ging es im Stadtrat um die Windenergie, konkret die Pläne für ein Windrad auf der Erkershöhe. Für die CDU-Fraktion erklärte deren Vorsitzender Daniel Jung, dass der Rat nicht zu entscheiden hat, sondern sich dem Landesgesetz zu beugen hat.

Dieser Darstellung schloss sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann Guckeisen an, der bedauerte, dass über Menschen entschieden wird, "ohne dass die etwas zu sagen haben". Es bleibe ein "bitterer Beigeschmack".

Die Grünen-Fraktion stimmte am vorigen Mittwochabend gegen eine Erweiterung des Abstandes zur bebauten Fläche auf 800 Meter. Ob jetzt tatsächlich ein Windrad auf der Erkershöhe entsteht, ist nicht sicher, denn dessen Errichtung sei noch gar nicht abschließend genehmigt.

Der Rat beschloss des Weiteren, die Verwaltung mit der Durchführung des Widmungsverfahrens für die beiden Straßen "An der Geißwies" und "Manfred-Römbell-Weg" zu beauftragen.

Beim Top "Mitteilungen und Anfrage" ging es auch um die Friedhöfe in der Stadt. Daniel Jung berichtet von einigen Missständen. Die werden nach den Worten des Bürgermeisters dann erledigt, sobald die ausgedünnte Personaldecke das zulässt - in der 2. Jahreshälfte.

< Weiterer Bericht folgt