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Eine Stadt freut sich auf ihre Neubürger

Eine Stadt freut sich auf ihre Neubürger

Die Friedrichsthaler Verwaltung ist mit der Entwicklung der Baugebiete Floriansweg und Geißwies II sehr zufrieden.

Gute Kunde kommt aus dem Floriansweg. Das letzte Haus in dem jüngsten Baugebiet in der Stadt wird gebaut, alle 14 Grundstücke sind verkauft, eines will der Besitzer zunächst unbebaut lassen. Die Erschließung ist fertig, letzte Arbeiten werden nach dem Ende aller privaten Baumaßnahmen und dem damit verbundenen Baustellenverkehr abgeschlossen. Diese gute Kunde hatten jetzt Bürgermeister Rolf Schultheis und Bauamtsleiter Robert Immesberger gegenüber der SZ. Das Gebiet, auf dem früher eine Kleiderfabrik stand, wurde von einem privaten Bauträger erschlossen und an die Bauherren verkauft. Beim Rundgang durch den Floriansweg fällt dem Betrachter die unterschiedliche Ausführung der Häuser auf. Da steht ein eingeschossiges Haus neben einem mehrgeschossigen, auch Fassaden und Gärten sind nicht normiert.

Hat etwa die Bauaufsicht da etwas übersehen? Nein, sagt Immesberger dazu. Die Maxime sei gewesen: "So viele Vorschriften wie nötig und so wenige wie möglich." Für alle gelte aber, dass lediglich 60 Prozent der jeweiligen Grundstücksfläche bebaut werden durften.

Grund zur Freude aber nicht nur in der Verwaltung. Auch die Nachbarn haben sich nach Schultheis' Worten erfreut über die neuen Häuser gezeigt. Immesberger wiederum betonte das gute Einvernehmen mit dem privaten Investor, der das Gelände seinerseits ohne große Schwierigkeiten habe vermarkten können. Das kleine, aber feine Baugebiet sei wohl auch deswegen so beliebt bei den privaten "Häuslebauern", weil die Verkehrsanbindung auch ohne Auto gut funktioniere.

Doch damit nicht genug: Beim Baugebiet Geißwies II sei ebenfalls alles so weit geregelt. Der Friedrichsthaler Bauamtsleiter sprach gestern gegenüber der SZ davon, dass in diesem Herbst mit den Rodungsarbeiten auf dem Gelände begonnen werden könne. Er rechnet damit, dass nach dem Abschluss der Erschließung und dem Bau einer Lärmschutzwand die Vermarktung zügig läuft, denn derzeit seien schon etwa zwei Drittel der Fläche nachgefragt bzw. reserviert. 2018 können diese dann mit dem Hausbau loslegen.

Wie Immesberger gestern ergänzte, kam es wegen schwierigerer Verhandlungen zur Verzögerung, sodass die Zeitplanung ins Stocken geraten sei. Daher habe man die kommende "Rodungsperiode" abwarten müssen. Geißwies I war innerhalb kurzer Zeit verkauft worden. Auch bei der Geißwies gelten die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Innenstadt als Pluspunkte bei der Vermarktung.

Zum Thema:

Stadtrat tagt am Mittwoch Der öffentliche Teil der nächsten Sitzung des Friedrichsthaler Stadtrates beginnt am morgigen Mittwoch, 29. März, um 17 Uhr im Rathaus. Auf der Tagesordnung stehen auch die Wirtschaftspläne des Immobilienbetriebs der Stadt und des Bäderbetriebs der Stadt für das laufende Jahr. Wie aus der Einladung zur Sitzung am Mittwoch weiter hervorgeht, will die Verwaltung über den Sachstand bei der Planung einer "gemeinsamen Grüngutsammelstelle der Kommunen Friedrichsthal und Spiesen-Elversberg" informieren. Zudem haben die Fraktionen der SPD und der Linken beantragt, über eine Resolution zur "Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten" zu beschließen.