Edith-Stein-Schule wird geschlossen

Die Gemeinschaftsschule Friedrichsthal (Edith-Stein-Schule) wird mit Quierschied zusammengelegt. Das Saar-Bildungsministerium hat den Plänen schon zugestimmt, nun muss nur noch die Regionalverbandsversammlung entscheiden.

Am Dienstag (7. Oktober), findet ein Informationsabend für die Eltern der Schülerinnen und Schüler statt, die die Edith-Stein-Schule (Gemeinschaftsschule) in Friedrichsthal besuchen. Ihnen soll unterbreitet werden, dass die Einrichtung zum kommenden Schuljahr (2015/2016) schließt. Statt dessen wird hier vermutlich die Montessori-Gesamtschule einziehen. Sie residiert in beengten Verhältnissen auf dem Geißberg in Saarbrücken-Schafbrücke. Kurzum, sie platzt aus allen Nähten und ist seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die große Nachfrage nach der Montessori-Pädagogik (,,Hilf mir, es selbst zu tun!") scheint ungebrochen. Eine Stellungnahme des Leiters der Schule zur neuesten Entwicklung war am Mittwoch nicht erhältlich.

Wie schon die Mitglieder des Friedrichsthaler Stadtrates in nichtöffentlicher Sitzung am 24. September unterrichtet wurden, sollen die Edith-Stein-Schüler fortan die Gemeinschaftsschule Quierschied besuchen. Zu diesem Zweck soll der Linienbusverkehr auf die veränderten Bedürfnisse angepasst werden. Über alle Details sind die Fraktionen im Friedrichsthaler Stadtrat im Übrigen am Montag vom Leiter des Dezernats Bildung und Soziales im Regionalverband, Arnold Jungmann, informiert worden.

Ralf Parino, Pressesprecher des Regionalverbandes, bestätigt die Schließungspläne für die Edith-Stein-Schule . Der Regionalverband ist Träger der weiterführenden Schulen. Laut Parino hat auch das Saar-Bildungsministerium hinsichtlich der Edith-Stein-Schule schon seinen Segen gegeben. Derzeit werden in der Friedrichsthaler Einrichtung 203 Jungen und Mädchen unterrichtet. Ende August hatte die SZ berichtet, dass sich die Zahl der Neuanmeldungen für die Gemeinschaftsschule Friedrichsthal nach damaliger Auskunft des Bildungsministeriums auf knapp 30 Schüler und Schülerinnen belief, für Quierschied registrierte man einige Anmeldungen mehr.

Und nun wird eben fusioniert, was Quierschieds Bürgermeisterin Karin Lawall nicht schlecht gefällt. ,,Unser Schulstandort ist damit wohl längerfristig gesichert", sagte sie am Mittwoch auf SZ-Anfrage. Wenngleich man nach wie vor im Wettbewerb stehe mit anderen Gemeinschaftsschulen in der näheren Umgebung.