Der Neue tritt mit vielen Ideen an

Friedrichsthal. Er hat viele Ideen. Einige will er auf jeden Fall in seinem neuen Job umsetzen. Er will aber auch bewährte Dinge fortführen. Die Rede ist von Markus Arand. Der 30-jährige Sozialpädagoge ist der neue Fördergebietsbeauftragte der Stadt Friedrichsthal. Am kommenden Montag tritt er sein Amt offiziell an

Friedrichsthal. Er hat viele Ideen. Einige will er auf jeden Fall in seinem neuen Job umsetzen. Er will aber auch bewährte Dinge fortführen. Die Rede ist von Markus Arand. Der 30-jährige Sozialpädagoge ist der neue Fördergebietsbeauftragte der Stadt Friedrichsthal. Am kommenden Montag tritt er sein Amt offiziell an. Neuland für alleEnde Januar ist für seinen Vorgänger Jochen Uwe Beyer Schluss. Er geht in den Ruhestand. Neuneinhalb Jahre war Beyer der Fördergebietsbeauftragte der Stadt. Ein Posten, der an das Programm Soziale Stadt gebunden ist. Das Programm läuft auf jeden Fall noch bis Ende dieses Jahres. Als Beyer den Job zum 1. Juli 2001 antrat, war das nicht nur für den studierten Pädagogen Neuland, sondern auch für die Stadt. "Es gab keine Beschreibung meines Arbeitsplatzes", erinnert sich Beyer. Also definierte er seine Aufgabe selbst. Seine Beschreibung lautet so: "Ich sah meine Hauptaufgabe darin, die Bürger dafür zu begeistern, sich an der Entwicklung ihrer Stadt zu beteiligen." Zudem habe er sich auch als Konfliktmanager zwischen den Akteuren Stadt, Gewerbetreibenden, Vereinen und Bürgern gesehen. Die bekanntesten Aktionen von Beyer sind der BFM-Cup (ein Skatturnier), der Quartierswettstreit, das kommunale Kino in der Turnhalle der Bismarckschule und die Ausbildung von Seniorensicherheitsberatern. Beyer sorgte auch dafür, dass aus dem LOS-Programm (lokales Kapital für soziale Zwecke) rund 300 000 Euro von 2004 bis 2008 in die Stadt flossen. Vieles erledigte Beyer im Stillen - half bei der Job-Suche oder Bewerbungen. Markus Arand kennt die Stadt Friedrichsthal bestens. Er absolvierte sein Anerkennungsjahr bei der Gemeinwesenarbeit am Kolonieschacht. Und seit dem 1. Juli vergangenen Jahres schnupperte er schon mal halbtags in seinen neuen Job rein. Er und Beyer teilten sich die Stelle - als Einarbeitungszeit für Arand. Die erste eigene Aktion hat der Neue schon mit Erfolg organisiert. Das war der Graffiti-Workshop mit dem Jugendzentrum und den Brieftaubenzüchtern. Deren Garage in der Hüttenstraße verwandelten Jugendliche in ein legales Graffiti-Kunstwerk. Ähnliches soll demnächst mit den Garagen der Kirchengemeinde passieren und eventuell mit Stromkästen in der Stadt. "Gespräche laufen", sagt Arand. In der heißen Phase sind die Vorbereitungen für ein Testival mit Jugendlichen. Dabei geht es darum, dass diese erklären, wie sie ihre Stadt sehen. Aktion zur Fußball-WMDie Aktionen von Beyer will Arand weiterführen. Wichtig ist für ihn vor allem das kommunale Kino. Er will mit den Schulen zusammenarbeiten und Vorführungen für die Kinder der Nachmittagsbetreuung anbieten. Und natürlich will er im Jahr der Fußball-WM in Südafrika in der Turnhalle der Bismarckschule die Spiele der deutschen Nationalelf zeigen.