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Schnelles Internet: Das Tor in die schnelle Datenwelt aufgestoßen

Schnelles Internet : Das Tor in die schnelle Datenwelt aufgestoßen

Friedrichsthal will bis zum Frühjahr fast alle Haushalte mit schnellerem Internet versorgen.

19 Verteilerkästen quer im Stadtgebiet machen es möglich: Das schnelle Internet kommt nach Friedrichsthal. In der vorigen Woche fand zum Start des Ausbaus des Glasfasernetzes der offizielle Spatenstich statt. Knapp 6400 Haushalte werden von der Maßnahme profitieren, sagte Bruno Stolz, Regio-Manager der Telekom Deutschland. Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s beim Herunterladen sollen nach der Fertigstellung direkt beim Kunden ankommen. „Das ist ein ganz wichtiger Faktor für die Menschen, die von zu Hause aus arbeiten“, so Stolz.Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein sollen, schwärmt der Regio-Manager. Zudem sollen das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud bequemer werden. Das maximale Tempo beim Hochladen soll auf bis zu 40 MBit/s steigen.

Die Maßnahme beginnt in der Grubenstraße. Bis ins nächste Frühjahr soll quer durchs Stadtgebiet gearbeitet werden. Dabei soll in überschaubaren Bauabschnitten vorangeschritten werden, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Geplant ist es, bis April kommenden Jahres fertig zu sein, um dann die großflächige Versorgung für das Netz in der Stadt zu starten. Angedacht sei es auch, ab 2019 mit einem weiteren Ausbau zu beginnen, um zukünftig Geschwindigkeiten bis zu 350 Mbit/s anzubieten.

„Wir bringen jetzt die Intelligenz ins Netz“, so Bruno Stolz. Das solle mit Hilfe der Vectoring-Technologie geschehen. Lediglich ab den Verteilerkästen werde auf die bereits vorhandene Kupferdrahtleitung zurückgegriffen. „Wir brauchen ein Netz, mit dem die Menschen arbeiten können“, zeigte sich Bürgermeister Rolf Schultheis erfreut. Gerade junge Familien und mittelständische Unternehmen forderten immer wieder den schnellen Internet-Anschluss. Bislang seien vor allem die stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Stadtgebiet ein Problem gewesen. Deswegen werte die Deutsche Telekom mit dieser Investition nicht nur Friedrichsthal an sich auf, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet. Ein kleiner Teil des Ausbaus werde noch durch die VSE erledigt. Somit sei man „auf gutem Stand und auf einem guten Weg“, erklärte Verwaltungschef Schultheis. Lediglich in Maybach gebe es noch einen „weißen Fleck“, der aber bald durch Förderung vom Land geschlossen werden solle.

Natürlich müsse nun niemand zur Telekom wechseln, sagte Regio-Manager Bruno Stolz. Vielmehr schaffe man ein Parallelnetz, in dem verschiedene Geschwindigkeiten möglich seien. Für Rückfragen vor Ort sei man froh, mit Martini Media und deren Geschäftsführerin Farina Martini eine kompetente Ansprechpartnerin zu haben, die das komplette Portfolio abdecke. Detlef Bursch, Geschäftsführer der bauausführenden Firma TSG Bauunternehmung GmbH, lobte die gute Zusammenarbeit aller Partner in puncto Glasfaserausbau: „Man merkt, dass es von der Verwaltung gewollt ist.“

www.friedrichsthal.de