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Das Glashüttenfest hat seine Feuertaufe bestanden

Das Glashüttenfest hat seine Feuertaufe bestanden

Es muss nicht immer das ganz Große sein. Eine oder zwei Nummern kleiner tun es ja auch. Das kann unter Umständen sogar dazu führen, dass man sich auf das Wesentliche besinnt. So geschehen, als am Freitag und Samstag auf dem Marktplatz und in der angrenzenden Bismarckstraße das 1. Glashüttenfest gefeiert wurde.

Die Nachfolgeveranstaltung des ehemaligen Stadtfestes, das nicht mehr finanziert werden konnte, hat ihre Feuertaufe bestanden. Blickte man beispielsweise am Samstagabend ins Friedrichsthaler Zentrum, hätte man beinahe zum irrigen Eindruck gelangen können, das sei schon immer so gewesen. "Es wirkt irgendwie wie ein großes Sommerfest. Auch die Kinder haben ihre Ecke", zog Christoph Jost eine erste Bilanz. "Die Stimmung ist gut, und es verteilt sich jetzt mehr, das finde ich besser", lobte Ellen Tösch aus Elversberg das neue Konzept. Sie war davon angetan, dass die Veranstaltung nicht mehr die Enge vor der Bühne in der Saarbrücker Straße am Marktplatz hatte. "Das Angebot wirkt vielfältiger. Das steht für besseren Genuss", freute sich Töschs Begleiter Michael Mombacher aus Homburg.

Er schien nicht so falsch damit zu liegen. Neben den üblichen Angeboten an Leckereien gab es am Rande des Marktplatzes beispielsweise auch chinesisches Essen mit den beliebten ,,Acht Kostbarkeiten". Auch dies ist nicht gerade typisch. Wie in einer Gourmet-Lounge ging es hingegen am Stand der Küchenbox in der Bismarckstraße zu. Wie schon früher beim Stadtfest kam dort die Currywurst im Glas gut an. Bei der Pizzeria ,,La Piazza" standen dafür Antipasti und eine Käseplatte im Vordergrund des Speiseangebotes. Natürlich brauchte auch bei der Glashüttenfest-Premiere niemand auf die Klassiker wie etwa Rostwurst oder Schwenker zu verzichten. Diese Kombination gab es mitten auf dem Marktplatz bei der FDP . Die Liberalen planen, den Erlös nun der Errichtung eines Spielplatzes zukommen zulassen.

"Es sind insgesamt 16 Stände. Einigen mussten wir absagen, weil es sonst zu voll geworden wäre", bemerkte Bürgermeister Rolf Schultheis , der bei der Festpremiere auch als Schirmherr fungierte. Dafür, dass für die Organisation gerade einmal sechs Wochen Zeit waren, schien alles reibungslos geklappt zu haben. Den Abend rockten die Lokalmatadore, sprich die Bildstocker Band "Die Heuler". Sie brachten einen Oldie-Sound zu Gehör, der so gar nicht nach alt und abgehangen klang. Etwa "Hang on, sloopy".

Am frühen Abend hatte bereits der Fanfarenzug des Heimat- und Verkehrsvereins Friedrichsthal-Bildstock die Besucher musikalisch auf die Freiluftsause eingestimmt. Zwischendrin steuerte das Wetter noch einen frischen Wind bei. Bei andauernder Hitze fast schon eine angenehme Abkühlung, ehe sich der Platz nach und nach füllte. Vielleicht wird aus dem Glashüttenfest ja irgendwann mal etwas Großes. Obwohl, so mancher Festbesucher schien angesichts der jetzigen Gemütlichkeit sehr froh über den neuen Festmodus zu sein.