Bunt und schrill – wie der Narr es will

Friedrichsthal · Im gut besetzten Saal des „Trierer Hofs“ begrüßte Moderator Thomas Lamber die gut gelaunten, originell kostümierten Gäste des „Bunten Owend“ vom Kneippverein. Er forderte sie zum Mitmachen auf unter dem Motto „einmal, sei's auch nur zum Schein, kurze Zeit ein Narr zu sein“.

 Sehr konzentriert waren diese Frauen der Line-Dance-Gruppe bei ihrem Auftritt am „Bunten Owend“ des Kneippvereins. Foto: Stefan Weber/Verein

Sehr konzentriert waren diese Frauen der Line-Dance-Gruppe bei ihrem Auftritt am „Bunten Owend“ des Kneippvereins. Foto: Stefan Weber/Verein

Foto: Stefan Weber/Verein

Mit "scheenen" Fastnachtsliedern animierte Sylvie Stumpe das närrische Publikum zum Mitsingen und Schunkeln. Besonders "Das Lied vom Kneippverein" - eine Eigenkomposition - brachte die Besucher dazu, beim Refrain "mir wackele mem Bobbes" die Fitness zu steigern. Die erste Rakete des Abends wurde gezündet. Als Neuling in der Bütt schritt Monika Göbel als "scheeni Fraa" graziös durch die Reihen zur Bühne und machte deutlich, wie man sich in der feinen Gesellschaft bewegt. Ebenfalls erstmalig in die Bütt kamen, direkt von der Stallarbeit, ein "Bauer mit seiner Tochter" (Ursel und Werner Knobe). Temperamentvoll ging es weiter mit der Tanzgruppe "Esprit" von den Kneipp-Freunden Riegelsberg unter der Leitung von Maria Hoven. Nach einer Zugabe wurden sie mit einem dreifach donnernden Alleh hopp verabschiedet.

In gekonnter Manier verdeutlichte die Krankenschwester mit der zarten Hand ihren Wandel zur gefürchteten Krankenschwester Rabiata (Ingrid Thomas). Sie machte drastisch auf die sich durch die Pflegereform im Krankenhausalltag ergebenden Maßnahmen aufmerksam. Kurzweilig ging es im Programm weiter mit einem Dachdecker (Thomas Lamber). Er tat seine Gedanken und Sichtweisen "von oben" kund.

Nach kurzer Pause fegten zwei "Stroßekehrer" (Sylvie Stumpe und Christa Pitz) durch die Reihen auf die Bühne und diskutierten lautstark über die Unzulänglichkeiten ihrer Angetrauten und berichteten über die Begegnungen mit der Obrigkeit. In die 70er Jahre zurückversetzt fühlten sich die Gäste mit der Hitparade von Dieter Thomas Heck (Rüdiger Pitz). Begeistert sang das Publikum mit den Akteuren, und zu "Viva Colonia" schloss sich eine Polonaise an. Line-Dance par excellence zeigten die Line-Dancer des Vereins unter der Leitung von Sylvie Stumpe. Nach schwungvollen tänzerischen Darbietungen waren eine Zugabe und anschließend auch hier eine Rakete fällig. Anschaulich schilderte Josef Wolter, der zum ersten Mal beim Kneippverein in der Bütt stand, die Vorzüge weiblicher Nachbarschaftshilfe und stellte klar, wie schwer es ein Hausmann doch hat.

Als letzte Gruppe erschienen schaurig und leichenblass die Zombies und tanzten zu den Klängen von Michael Jacksons "Thriller". Erst nach einer Zugabe durften sich die Zombies wieder zurückziehen. Der Moderator dankte allen Akteuren für die ideenreiche Gestaltung und allen Helfern im Hintergrund für ihr Engagement. Ganz besonders dankte er Christa Pitz für die gelungene Organisation und Werner Knobe, wie der Kneippverein mitteilt.

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