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Aus dem Stadtrat
Bürgerfreundliche Öffnungszeiten

FriedrichsthAL. Die Nutzungsordnung für die gemeinsame Grüngutsammelstelle und die Öffnungszeiten sind verabschiedet. Sie wird jeden Samstag offen sein. Von Thomas Feilen

Rechtzeitig vor Beginn der Saison für den Baum- und vor dem ersten Rasenschnitt wird die gemeinsame Grungütsammelstelle von Friedrichsthal und Spiesen-Elversberg fertig sein. Auch der Zufahrtsweg zum Standort, dem Gebiet der früheren Kompostierungsanlage der Stadt, wird rechtzeitig fertig sein.



In seiner jüngsten Sitzung nahm der Stadtrat den Sachstandsbericht der Verwaltung entgegen und gab grünes Licht für die Benutzungsordnung samt der Regelung für Gebühren und Öffnungszeiten.

Wie Birgit Kania vom Amt für Bauen und Umwelt in der Sitzung im Versammlungsraum der Feuerwache mitteilte, sollen die Asphaltarbeiten unmittelbar nach den Tollen Tagen beginnen. „Mit dem Bau sind wir auf einem guten Weg“, sagte die stellvertretende Fachbereichsleiterin. Bei der Entgeltordnung, die vom Bauausschuss dem Friedrichsthaler Stadtrat zur Annahme empfohlen worden war, handele es sich um die Mustersatzung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), der vom kommenden Jahr an für Abtransport und Weiterverarbneitung des gesammelten Grüngutes verantwortlich zeichnet.

In Friedrichsthal wurden für die Anlieferung von Schnittgut bisher folgende Entgelte berechnet: Pkw und Kombi 2 Euro; Pkw mit Hänger 3,50 Euro; Lkw je Tonne Nutzlast 3,50 Euro und Container je Kubikmeter Fassungsvermögen 2,50 Euro. In Spiesen-Elversberg erfolgte die Anlieferung bisher ohne Berechnung von Entgelten.

Da die beiden Kommunen die aus Privathaushalten gesammelten Grüngüter an dem EVS abgeben müssen und dieser den Kommunen die Verwertung in Rechnung stellt, müssen zum einen diese Kosten im Blick gehalten werden, zum anderen gibt es aber keine bisherigen Erfahrungswerte, wie es in der Beschlussvorlage für die Ratsmitglieder weiter heißt. Von beiden Verwaltungen wurden daher vorgeschlagen, die Entgelte für die Benutzung der Grüngutsammelstelle im ersten Jahr des Betriebes wie folgt festzulegen: Pkw und Kombi je 2 Euro; Pkw mit Anhänger 4 Euro; Lkw je Tonne Nutzlast 6 Euro sowie für Container je Kubikmeter Fassungsvermögen 8 Euro.

Diese vorgeschlagenen Entgelte sollten als Probephase dienen, um Erfahrungswerte sammeln zu können. Bezüglich der Möglichkeit der Bezahlung der Entgelte wird die Einführung einer Wertkarte in Höhe von 10 oder 20 Euro vorgeschlagen. Diese Wertkarte, ähnlich den Verzehrkarten bei Festen, soll in Felder à 2 Euro aufgeteilt sein, sodass die Mitarbeiter auf der Anlage nur noch den Wert der Anlieferungen entwerten müssen. Die Wertkarten sollen in beiden Rathäusern und zu Beginn der Grüngutsaison auch auf der Anlage verkauft werden, um danach den Bargeldbestand auf der Anlage möglichst gering zu halten.  Der EVS werde festlegen, was angeliefert werden dürfe. Das werde von den beiden Mitarbeitern (pro Kommune einer) auf der gemeinsamen Grüngutsammelstelle kontrolliert.

In verwaltungsinternen Gesprächen und Abstimmungen zwischen beiden Betreiberkommunen wurde angeregt, die bisherigen Öffnungszeiten der Anlage in Friedrichsthal beizubehalten und zusätzlich jeden Samstag, statt nur am 1. und 3. Samstag im Monat, zu öffnen, weil diese Samstagsöffnung in Spiesen-Elversberg immer gegeben war. So hätten die Bürger beider Kommunen keine Probleme, sich an andere Öffnungszeiten gewöhnen zu müssen und zudem noch den Komfort in Friedrichsthal, dass alle Samstage geöffnet sei.

Weiterhin wurde vereinbart, keinen weiteren zusätzlichen Öffnungstag anzubieten, weil die Kosten auch hinsichtlich der Personalkosten im Blick gehalten werden müssten, so der Rat.