Brand nach einer Explosion

55 Feuerwehrleute sowie zwölf Einsatzkräfte des Roten Kreuzes absolvierten an der Seniorenresidenz Gevita eine groß angelegte Übung. Dabei ging es vor allem um die Rettung von Bewohnern, die sich im Ernstfall aus eigener Kraft nicht in Sicherheit bringen können.

Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsthal probte am Samstag im Rahmen ihrer Jahreshauptübung den Ernstfall: Um 15 kam der Alarm. Gemeldet war ein Brand nach einer Explosion in der Gevita Residenz in der Martin-Luther-Straße in Friedrichsthal . Das Objekt liegt nicht weit von der Feuerwehr entfernt, trotzdem ist es als Alten- und Pflegeeinrichtung im Brandfall besonders heikel. Eine Übung macht schon deswegen ganz besonders Sinn.

Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befanden sich im ersten Stock zwei bettlägerige und zwei rollstuhlgebundene Bewohner sowie eine bewusstlose Person - eine Evakuierung war notwendig. Das schrieben die Planer der Übung den Teilnehmern ins Aufgabenheft. Das Erdgeschoss konnte bereits durch die Pflegekräfte geräumt werden, deswegen war hier niemand mehr in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr rückte mit 55 Helfern und zehn Fahrzeugen an. Auch das Deutsche Rote Kreuz beteiligte sich mit zwölf Einsatzkräften an der Übung.

Die Explosion wurde durch Sauerstoffflaschen ausgelöst, die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf Brandbekämpfung und Rettung . Eine Besonderheit bei Gevita: In so einem Fall werden auch alle Pflegekräfte, die zuhause und erreichbar sind, an die Einsatzörtlichkeit gerufen, weil sie den besten Draht zu den betagten Bewohnern haben. An der Übung nahmen die echten Bewohner übrigens nicht teil, sie konnten zuschauen oder währenddessen im Aufenthaltsraum oder auf ihrer Station bleiben.

Wehrführer Dieter Altmeier unterstrich die Sinnhaftigkeit einer solchen Übung: "Wenn es in einem Altersheim brennt, geht es eben nicht um junge Bewohner, die sich auch selbst leicht in Sicherheit bringen können. Fast alle brauchen dann Hilfe. Für die Wehr ist es von großem Vorteil, wenn man das Objekt im Rahmen einer Übung schon einmal kennengelernt hat." Die Einsatzleiterin des Roten Kreuzes, Kornelia Koch, schloss sich diesen Ausführungen an: "Besonders mit bettlägerigen Patienten ist es wichtig, den Ernstfall zu üben".

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