Blitzeis führte zu vielen Unfällen

Sulzbach-/Fischbachtal. Gefrierender Regen hat am Donnerstagmorgen zu zahlreichen Verkehrsunfällen in der Region geführt. Die Polizei-Inspektion (PI) Sulzbach verzeichnete zwischen 6.45 und 10.30 Uhr zwölf glättebedingte Zusammenstöße. Alle gingen relativ glimpflich ab. "Personen kamen nicht zu Schaden", fügte ein PI-Sprecher hinzu

Sulzbach-/Fischbachtal. Gefrierender Regen hat am Donnerstagmorgen zu zahlreichen Verkehrsunfällen in der Region geführt. Die Polizei-Inspektion (PI) Sulzbach verzeichnete zwischen 6.45 und 10.30 Uhr zwölf glättebedingte Zusammenstöße. Alle gingen relativ glimpflich ab. "Personen kamen nicht zu Schaden", fügte ein PI-Sprecher hinzu.Der spektakulärste Zwischenfall ereignete sich gegen 7.20 Uhr in der Bildstocker Tannenstraße. Dort kam ein Streufahrzeug der Stadt Friedrichsthal wegen eines technischen Defekts auf abschüssiger Strecke ins Rutschen und beschädigte fünf parkende Autos. Die Polizei bezifferte den Schaden auf rund 10 000 Euro.

Die Autobahn A 1 war zwischen Göttelborner Höhe/Abfahrt Quierschied und dem Autobahnkreuz Saarbrücken anderthalb Stunden gesperrt. Kurioserweise war lediglich die Fahrbahn in Richtung Trier betroffen, auf der Gegenfahrbahn lief der Verkehr unfallfrei. Wie die Polizei berichtete, hatte ab 6.45 Uhr einsetzender Regen die Fahrbahn in eine Eisfläche verwandelt.

Etliche Verkehrsteilnehmer schalteten die Warnblinkanlage ein und versuchten, ihr Fahrzeug unbeschadet auf dem Standstreifen anzuhalten. Dies gelang allerdings nicht in jedem Fall beziehungsweise wurden auch abgestellte Fahrzeuge durch rutschende Autos beschädigt. Eine 27-jährige Saarbrückerin krachte mit ihrem Seat in ein anderes Fahrzeug und richtete Schaden von 12 000 Euro an. Fast 20 000 Euro Schaden waren zu beklagen, nachdem ein 19-Jähriger Saarbrücker mit einem Smart gegen einen VW Passat und einen VW Touran gestoßen war. Bei diesem Unfall erlitt ein 50-Jähriger leichte Verletzungen. Zur Aufnahme der Unfälle wurde auch die Neunkircher Polizei hinzugezogen. Die Autobahn war in diesem Abschnitt erst wieder um 8.30 Uhr voll befahrbar.

Schnelles Wiedersehen

Die chirurgische Klinik des Sulzbacher Knappschaftskrankenhauses berichtete auf SZ-Anfrage, dass sie gestern deutlich mehr zu tun hatte. "Haben wir an sonstigen Tagen zwei oder drei Patienten, waren es gestern Morgen zehn bis zwölf", sagte ein Sprecher und ergänzte: "Wir haben vor allem Knochenbrüche, Beckenbrüche und Menschen mit Gehirnerschütterung behandelt, die auf glatten Gehwegen gestürzt waren." Ein Patient feierte ungewollt ein schnelles Wiedersehen mit dem Knappschaftskrankenhaus. Der Mann war am Montag mittels so genannter Schlüsselloch-Technik wegen eines Leistenbruches operiert worden und konnte so schnell nach Hause entlassen werden. Gestern rutschte er aus und brach sich den Unterarm. "Das ist der Nachteil schonender Operationsmethoden", hieß es dazu aus der Sulzbacher Klinik.

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