Berti im Zentrum des Blauen Wochenendes

Berti im Zentrum des Blauen Wochenendes

Bei den Tagen der offenen Tür wurde das neue Fahrzeug des THW eingesegnet. „Die Konsorten“ und DJ Seppi sorgten für Stimmung.

"Es ist immer wieder ein Ereignis, wenn die Ausstattung auf den aktuellen Stand gebracht wird", gab sich Rolf Schultheis zufrieden. Der Bürgermeister freute sich zusammen mit Rudi Klein, Ortsverbandsbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW), über ein neues Einsatzfahrzeug, welches die beiden Männer im Rahmen des "Blauen Wochenendes" - der Tage der offenen Tür des THW - einweihten. Der Lkw wurde von Pfarrer Thorsten Huwald und Diakon Norbert Jung eingesegnet. Klein gab dabei zu, dass er bei Erhalt der Nachricht im Herbst 2016 zurückhaltend mit der Botschaft war. Er hielt die Info noch etwas zurück, weil er sich nicht sicher war, ob sie für bare Münze zu nehmen sei. Im März wurde der Wagen dann in Norddeutschland abgeholt.

Dabei stellte ein Ehrenamtler die Frage, nach welchem Kollegen das Fahrzeug denn nun benannt werde. Denn bei der Gruppe trägt jeder Lkw auch den Vornamen dessen, der die Patenschaft übernimmt. Der Pate wurde in Person von Berthold Kopp schnell gefunden. Somit heißt der blaue Lkw nun Berti. Das entsprechende Schild brachte Rudi Klein jetzt an. Der MLW 4, so die interne Bezeichnung, ersetzt den mehr als in die Jahre gekommenen Unimog, der knapp dreieinhalb Jahrzehnte auf dem Buckel hatte und alleine wegen des Schadstoffausstoßes nicht mehr zeitgemäß war. 170 000 Euro kostete der Nachfolger, dessen Anschaffung in die Zuständigkeit der THW-Bundesorganisation fiel.

Der Schwerpunkt des Friedrichsthalers THW liegt bei Hochwasserschutz und Bergung. Einsätze etwa beim Elbe-Hochwasser zählen zum Alltag. Doch am vorigen Wochenende stand das Feiern im Vordergrund. Die Fans der lokalen Band "Die Konsorten" kümmerte der Regen nicht. Die Musiker sorgten am Ostschacht für "eine volle Hütte" und gute Stimmung. Von dieser profitierte auch DJ Seppi, ein "Eigengewächs" des Ortsverbandes.

Auch am zweiten Tag sorgte Michael Klein, Leiter des Koch-Teams, dafür, dass die 200 vorbestellten Portionen Gefillde schnell bei ihren Empfängern waren. Immerhin war Muttertag. Auch die Mütter ließ das THW nicht im Regen stehen. Ihnen wurde von den angeblich "schönsten Männern der Stadt Friedrichsthal" persönlich eine Rose überreicht. Der Regen führte zwar dazu, dass man die geplante Kinder-Olympiade nicht ausführen konnte. Zum Glück hatte man, dank der Unterstützung der Caritas, Spielgeräte zur Verfügung gestellt bekommen. So gab es für die Kleinen keine Langeweile. Die neu in Friedrichsthal gegründete Musikschule Soundfabrik hatte sich kurzfristig entschlossen, das Nachmittagsprogramm zu bereichern. Maria-Grazia Mele und ihre Sängerinnen steuerten Beiträge aus der Welt des Schlagers und des Musicals bei. Mitgefeiert habe auch dieses Mal wieder die Nachbarschaft. Ohne deren Verständnis sei das Fest nicht möglich, betonte Bernd Hussong, der THW-Beauftragte für den Regionalverband Saarbrücken. Nach der Feier haben die THWler keine Langeweile: Sie sind kreisweit zuständig für die sogenannte BRN-Ausbildung, eine spezielle Ausbildung in Sachen Atemschutz. Und die starke Jugendgruppe mit 20 Mitgliedern bereitet sich auf das Leistungsabzeichen vor.

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