Befreiungsschlag nach Rundumschlag

Björn Klos machte vor dem Spiel seinem Unmut Luft. Der Trainer der DJK Bildstock beklagte mangelnde Unterstützung seitens des Clubs. Seine durch Ausfälle dezimierte Mannschaft gewann das Heimspiel mit 3:1 (1:0).

Der Kritik des Trainers an mangelnder Unterstützung von Seiten des Vereins folgte der Befreiungsschlag der Mannschaft: Der zuletzt von bis zu 14 Ausfällen geplagte Fußball-Saarlandligist DJK Bildstock feierte im Spiel gegen Aufsteiger SG Lebach-Landsweiler einen 3:1 (1:0)-Heimsieg.

Bildstocks Trainer Björn Klos konnte in der Partie am vergangenen Sonntag auf einige Rückkehrer bauen. So liefen Matthias Schneider und Manuel Niebuhr wieder in der Abwehr auf. Im Tor stand wieder Benjamin Sorg. Deshalb konnte Fabio Di Dio Parlapoco auf seine gewohnte Position im Angriff zurückkehren. Am Spieltag zuvor musste der Stürmer in der Partie bei den SF Köllerbach (1:3) als Torhüter ran. "Ich habe als Stürmer jetzt genau so viele Tore geschossen, wie ich als Torwart kassiert habe", sagt Parlapoco - und lacht. Er erzielte im Spiel gegen Lebach-Landsweiler das 1:0 (34. Minute).

Klos, der zuletzt AH-Spieler einsetzen und selbst spielen musste, konnte am Sonntag wieder von der Seitenlinie aus Regie führen. "Wir konnten auf 13 Feldspieler und einen fitten Torwart zurückgreifen. Das war genug, um das Spiel zu gewinnen", erklärt der Trainer, für dessen Mannschaft Eric Schön (47.) und Christopher Linn (50.) zur 3:0-Führung trafen. Vor 130 Zuschauern traf Sascha Krauß (69.) für die Gäste.

Die personellen Sorgen sind bei der DJK aber nicht vom Tisch. Schneider und Niebuhr haben unter Schmerzen gespielt. Klos sagt aber: "Wenn wir unsere nächsten Spiele gegen den SC Halberg Brebach und den TuS Steinbach gewinnen, stehen wir solide im Tabellenmittelfeld. Damit hätten wir unser Soll vorerst erfüllt."

In der vergangenen Woche hatte es bei der DJK Bildstock Ärger gegeben. "Es ging mir hauptsächlich darum, ein paar Anregungen zu machen", sagt Klos: "Der Verein liegt mir am Herzen. Deshalb bemühe ich mich darum, Dinge zum Positiven hin zu verändern." Er hatte kritisiert, dass es ein Verbot vom A-Jugendtrainer gegeben habe, "der ersten Mannschaft auszuhelfen, weil er die Spieler selbst brauchen würde. Der Spielbetrieb in der Saarlandliga muss doch aufrecht erhalten werden! Ich fühle mich im Verein derzeit nicht ausreichend unterstützt. Ehrlich gesagt sind die Strukturen nicht Saarlandliga-tauglich."