Auf die Friedrichsthaler Wehr ist Verlass

Auf die Friedrichsthaler Wehr ist Verlass

Friedrichsthal. Eine Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr muss ablaufen wie ein gut geöltes Uhrwerk. Dann funktioniert alles auch im Ernstfall. Am Samstag zeigten die Friedrichsthaler Wehrleute, dass sie für den Fall der Fälle bestens gerüstet sind. Bei der Übung an der Firma Aerotechnik Siegwart lief alles reibungslos

Friedrichsthal. Eine Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr muss ablaufen wie ein gut geöltes Uhrwerk. Dann funktioniert alles auch im Ernstfall. Am Samstag zeigten die Friedrichsthaler Wehrleute, dass sie für den Fall der Fälle bestens gerüstet sind. Bei der Übung an der Firma Aerotechnik Siegwart lief alles reibungslos. Bei der Besprechung im Gerätehaus sprach Regionalverbands-Brandinspekteur Reiner Schwarz von einer beeindruckenden Demonstration der Leistungsfähigkeit. "Es war mal wieder eine sehr gute Übung, wie wir es von der Friedrichsthaler Wehr kennen", lobte der Brandinspekteur. Und er hob die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Sulzbach, dem Technischen Hilfswerk Friedrichsthal und den Hilfskräften des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Polizei hervor. Es war eine sehr komplexe Übung. Die Szenarien reichten von der Brandbekämpfung des sehr großen Objektes, über technische Hilfeleistung bis zur Bergung von verletzten Personen, und das unter schwierigen Bedingungen. Der Einsatzleiter, der Friedrichsthaler Wehrführer Hans-Jürgen Wilhelm, hatte es mit folgender Ausgangslage zu tun: Durch den Absturz eines Kleinflugzeuges auf das Dach der Firma Siegwart kam es durch auslaufendes Benzin zu einem Brand. Durch den Aufprall wurde das Dach beschädigt. Das Feuer breitete sich auch im Innern der Produktionshalle aus. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Eine Person wurde von herabstürzenden Regalteilen eingeklemmt. Außerdem gab es einen Unfall mit einem Gabelstapler. Zwei Personen wurden ebenfalls eingeklemmt. Weiterhin wurden drei Techniker verletzt und im Keller eingeschlossen. Bei der Übung griff ein Rädchen ins andere. Davon überzeugten sich auch zahlreiche Schaulustige. "Lieber Rolf, du kannst stolz sein auf die Katastrophenschutzeinheiten in der Stadt. Die Bürger können ruhig schlafen", sagte Schwarz zum Friedrichsthaler Verwaltungschef Rolf Schultheis. Dieser zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Übung und lobte die gute Zusammenarbeit aller Hilfskräfte. Vor der Jahreshauptübung demonstrierte der Friedrichsthaler Feuerwehrnachwuchs bei einer Angriffsübung am Rathaus sein Können. Auch für diese Vorführung gab es ein dickes Lob vom Brandinspekteur. "Die Mädchen und Jungs haben gezeigt, dass sie ihr Handwerk verstehen." Ein Kompliment machte Schwarz auch den Jugendbetreuern: "Sie leisten hervorragende Arbeit. Bei ihnen sind die Kinder in guten Händen." ll

HintergrundNach der Jahreshauptübung gab es bei der Friedrichsthaler Wehr zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Feuerwehrmann-Anwärter sind jetzt Pascal-Josef Baldus, Marco Paul, Alexander Petry, Marc Radlicki und Simon Ruser. Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau: Philipp Gehm, Stephan Müller, Silke Nuß und Mario Rumpf; Oberfeuerwehrmänner: Thorsten Bickelmann und Eric Heller; Oberlöschmeister: Martina Altmeier, Heiko Gburek, Ralph Jänike, Marcus Schmitt und Benjamin Wölflinger; Hauptlöschmeister: Dirk Reppekus. Für langjährige Zugehörigkeit wurden geehrt: Bernd Bayer, Ralph Jänike und Torsten Quirin für 20 Jahre Dienst; Dieter Altmeier, Erwin Lauermann, Michael Marx und Mark Strauß für 25 Jahre aktiven Dienst sowie Werner Becker und Günter Walter für 50-jährige Zugehörigkeit zur Wehr. ll

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