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„Auf der Geißwies” wird erweitert

„Auf der Geißwies” wird erweitert

Eine Wall-Wand-Kombination soll die Anwohner vor Lärm schützen.

Angespannt ist in der Stadt bekanntlich nicht nur die Finanzlage. Auch wer auf der Suche nach einem Grundstück für sich und seine Familie ist, hat in der flächenmäßig kleinsten Stadt des Saarlandes nicht die große Auswahl. Und das Neubaugebiet "Auf der Geißwies" ist bereits voll.

Das stimmt und stimmt auch wieder nicht. Denn dort sollen in einem 2. Bauabschnitt knapp 10 000 Quadratmeter (unmittelbar an der Autobahn gelegen) alsbald erschlossen und Bauwilligen zum Verkauf angeboten werden. Und bereits jetzt sind etwa 70 Prozent der neuen Fläche für Interessenten vorgemerkt. Das teilten am Mittwochabend Sprecher der RAG Montan Immobilen im Stadtrat mit. Denn das Gremium muss den 2. Bebauungsplan genehmigen, was es denn auch tat. Ein neuer Flächennutzungsplan musste nach Angaben der RAG-Sprecher nicht aufgestellt werden, denn der 2. Bebauungsplan sei aus dem 1. entwickelt worden.

Der Abstimmung waren im Rathausfestsaal allerdings detaillierte Erläuterungen vorausgegangen, die Gerd Dunzweiler mit Folien verdeutlichte. Darein eingearbeitet worden seien auch die Anregungen aus dem Bauausschuss, der (wie üblich) vor dem Stadtrat informiert worden war. Und sowohl dort wie hier wurde eine große Schwierigkeit sehr deutlich: Lärm von der nahen Autobahn. Und dem hohen Geräuschpegel muss man nach Dunzweilers Worten mit zwei verschiedenen Schutzmechanismen entgegenwirken.

Zum einen gelte es, den passiven Lärmschutz an und in den Häusern ausreichend zu gestalten. Zum anderem muss dem Lärm mit einer Wall-Wand-Kombination begegnet werden. Die genaue Ausgestaltung, wie sie am Mittwochabend im Rat vorgestellt wurde, können Bürger anhand der offengelegten Pläne nachvollziehen. Oder sie kommen einfach am Dienstag, 27. Juni, (voraussichtlich um 17 Uhr im Rathausfestsaal) zu einer Bürgerinformationsveranstaltung der RAG Montan Immobilien. Wie Dunzweiler den Stadträten und den Besuchern der Sitzung mitteilte, wird dann auch der Lärmschutzgutachter vor Ort sein, um sich den Fragen der Bürger zu stellen.

Diese sollen auch beteiligt werden, wenn es um die Einrichtung von Tempo 30-Zonen in der Stadt geht. Wie aus einem Antrag der Grünen-Fraktion zur Sitzung hervorgeht, sind folgende Abschnitte auf zwei Landstraßen vorgesehen: L 112: Illinger Straße zwischen Grühlingstraße und Kreisel Bildstock (ca. 440 m); L 125: Neunkircher Straße zwischen Hofstraße und Kreisel (ca. 460 m), Saarbrücker Straße zwischen Kreisel und Kohlenstraße (ca. 320 m) sowie Saarbrücker Straße zwischen Grubenweg und Glashüttenweg (ca. 760 m). Der einstimmige Beschluss des Rates sieht nun vor, die Machbarkeit eines Tempolimits mit dem Regionalverband als zuständiger Straßenverkehrsbehörde abzuklären. Danach sollen dann in einer (noch nicht terminierten) Bürgerversammlung die Meinungen der Friedrichsthaler eingeholt werden. Und weil aller guten Dinge drei sind, gibt es am Freitag, 18. August, (voraussichtlich um 19 Uhr im Rathausfestsaal) eine Bürgerversammlung zum Hoferkopfturm, wie Bürgermeister Rolf Schultheis mitteilte.