Friedrichsthal und seine Grühlingseiche Scheibe aus dem Stamm als Denkmal

Friedrichsthal · Die Grühlingseiche bei Bildstock keimte 1649, ein Jahr nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, und musste am 11. August 2009 gefällt werden.

Auf dem neu gestalteten Marktplatz in Bildstock erinnert eine Scheibe aus ihrem Stamm an die Grühlingseiche.

Auf dem neu gestalteten Marktplatz in Bildstock erinnert eine Scheibe aus ihrem Stamm an die Grühlingseiche.

Foto: BeckerBredel

In der Stadt Friedrichsthal gibt es kein Naturdenkmal mehr, seit am 11. August 2009 die Grühlingseiche an markanter Stelle direkt neben der Autobahn gefällt wurde. Die streitbare Marlies Krämer, die auch vor höchsten Gerichten für Frauenrechte stritt, kettete sich seinerzeit an den besonderen Baum. Es nutzte nichts. Ihr Protest war symbolisch, der alte Baum nicht mehr zu retten. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz hatte ihn aus der Denkmalliste gelöscht, nachdem Baumkontrolleure Stammfäule festgestellt hatten. Hier wurde ihm seine Nähe zur Autobahn zum Verhängnis, denn anderenorts werden Naturdenkmale gestützt und am Leben gehalten. Hier hatte man Angst vor einem umstürzenden Kolloss, der zwischen Landstraße und Autobahn eine besondere Gefahr darstellte.