Freiwillige Nikoläuse besuchen wieder Familien im Regionalverband Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Aktion der Jugendkirche Eli.ja : Die Saarbrücker Nikolause kommen

Anfang Dezember besuchen Helfer im Kostüm im ganzen Regionalverband Kinder und verteilen Geschenke, die die Familien vorher besorgt haben. Sowohl Nikolause als auch Familien können sich noch anmelden.

Kinder wärmen sich am Kaminfeuer. Ein Plätzchen- und Mandarinenduft füllt den Raum. Es klingelt an der Tür. Der Nikolaus tritt in seiner Bischofstracht herein. Im Gepäck hat er Geschenke und Süßigkeiten für die Kinder.

Bald ist es wieder soweit: Am Abend des 5. und am 6. Dezember steht der Nikolaus vor der Tür. Viele Familien befinden sich bereits in der Vorbereitung. Die Suche nach einem geeignetem Vertreter des heiligen Bischofs läuft bereits auf Hochtouren. Bei der jährlichen „Nikolausaktion“ der Jugendkirche Eli.ja in Saarbrücken können Familien fündig werden und einen Nikolaus kostenlos zu sich nach Hause bestellen.

Die Aktion erstreckt sich über den gesamten Regionalverband. Die Nachfrage ist groß, denn nicht nur Katholiken sind daran interessiert. „Die Familien kommen aus verschiedenen Glaubensrichtungen und Gesellschaftsschichten“, sagt Christian Heinz, der Pfarrer der Jugendkirche Eli.ja. „Wir besuchen aber nicht nur Familien, sondern auch Schulen, Kindergärten und Altersheime“, sagt Heinz. Auch in der Kinderklinik auf dem Winterberg schaue der Nikolaus vorbei. „Wir suchen immer ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bei uns als Nikolaus oder dessen Assistent anfangen wollen“, sagt Heinz. Das seien hauptsächlich Abiturienten, Studenten oder Auszubildende. „Die Anwärter haben Spaß und Lust daran, mit Kindern zu arbeiten und diese Erfahrung zu machen.“, sagt Heinz.

Die Aufgabe sei auch eine gute Sprechübung für angehende Erzieher und Lehrer. „Es ist wichtig, dass die Nikolausanwärter nicht schweigsam vor einer Gruppe stehen“, sagt Heinz. Die Jugendlichen sollten mit den Kindern umgehen können, Zeit mitbringen und Spaß haben. „Unsere Nikolausanwärter absolvieren bei uns zwei Schulungsseminare. Dort bereiten wir sie auf den Einsatz vor“, sagt Heinz. „Die Teilnehmer sitzen in einem Sitzkreis. Ein erfahrener Nikolaus erzählt den Jugendlichen von seinen Erlebnissen als Nikolaus und schildert ihnen den Ablauf eines Hausbesuches“, ergänzt Heinz. Die Nikolausanwärter lernen in Rollenspielen, wie sie mit einem Kind umgehen müssen. Die Kirche wolle immer eine positive Botschaft an die Kinder herantragen. „Manche Eltern versuchen den Nikolaus anzustiften, dass er das Kind tadelt. Sie wollen die Verantwortung an einen Fremden abgeben“, sagt Heinz. Der Nikolaus müsse diese Wünsche der Eltern umgehen oder das Kind behutsam auf dessen Vergehen ansprechen. Der Kursleiter bereite die Teilnehmer auch auf Hausbesuche in schwierigen Familienverhältnissen vor.

„In den Vorbereitungskursen probieren die Teilnehmer auch bereits ihre Kostüme an und üben ihr Auftreten“, sagt Heinz. Die Hausbesuche verlaufen unterschiedlich. „Die Nikolause singen mit den Kindern oder lesen ihnen Geschichten vor.“ Danach verteile der Nikolaus die Geschenke an die Kinder. „Die Eltern organisieren die Geschenke. Im Notfall haben wir auch kleine Präsente dabei“, sagt Heinz.

Die Aktion sei ein tolles Erlebnis für alle Beteiligten. „Es ist schön, wenn wir die Kinder durch unsere Besuche überraschen und glücklich machen können“, sagt Heinz. Das sei für die Eltern eine interessante Erfahrung und eine schöne Abwechslung.

„Die Familien begrüßen unsere Nikolausaktion. Sie teilen ihre positiven Erfahrung dann mit anderen Eltern“, sagt Pfarrer Christian Heinz. Dadurch seien noch mehr Menschen auf die „Nikolausaktion“ aufmerksam geworden.