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Fitness-Studios im Saarland fordern schnelle Öffnung

Offener Brief an die Politik : Saar-Fitness-Studios fordern schnelle Öffnung

Das „Netzwerk der Qualitäts-Fitness- und Gesundheitsanlagen im Saarland“ (QFiSa) hat die Politik in einem offenen Brief dazu aufgerufen, bei der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen „vorrangig berücksichtigt“ zu werden.

Fitness- und Gesundheitsanlagen seien „Teil der Krankheitsbewältigung und keine Freizeiteinrichtungen“, betont das Netzwerk in dem Schreiben. QFiSa ist ein Verbund von inhabergeführten Einrichtungen für Gesundheitssport in der Prävention, Rehabilitation und Therapie. QFiSa sei unter anderem Partner der Vorbeugungs- und Aufklärungskampagne „Herz-Gesund“ des Ärzte-Netzwerks Genesa, die den plötzlichen Herztod verhindern soll und von der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) unterstützt werde. Zudem sei man Partner der Krankenkasse IKK Südwest bei den Projekten „Aktiv leben nach Krebs“ und „Rückenstark“, der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland als Anbieter ihrer Präventionskurse sowie der Zentralen Prüfstelle für Prävention mit 18 Präventionskursen. QFiSa-Einrichtungen arbeiteten mit Menschen, die an Diabetes erkrankt sind, Herz-, Atemwegs-, neurologische oder orthopädische Erkrankungen haben oder sich in der Krebsnachsorge befinden. „Die Fortführung ihres Trainings ist immens wichtig, auch um das Immunsystem zu stärken. Stattdessen überlässt man sie im Lockdown ihrer Medikamenteneinnahme und sieht als Lösung die Impfung“, so das Netzwerk. „Menschen, deren Präventionstraining im Lockdown ebenso untersagt ist, sind die nächsten Patienten.“

„Diese Aspekte bei der Öffnungsstrategie nicht zu berücksichtigen, hat fatale Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und auf die Menschen“, so QFiSa. Zudem setze man „Sicherheits- und Hygienekonzepte um, die ein sicheres Training ermöglichen“. Für Risikopatienten gebe es gesonderte Öffnungszeiten, bei „beherrschbarem Infektionsgeschehen und konsequenter Umsetzung unserer Sicherheits- und Hygienekonzepte“ belegten Studien, dass von keinem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen sei.