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Kolumne Unsere Woche: Findet Euren eigenen Weg

Kolumne Unsere Woche : Findet Euren eigenen Weg

Für viele Jungen und Mädchen beginnt nun, nach der schulischen Laufbahn, ein neuer Lebensabschnitt. Und der sollte auf jeden Fall bereichernd sein.

Seit Freitag gibt es Sommerferien, Lehrer und Schüler atmen durch, haben sechs Wochen Zeit, sich  von den Strapazen des Alltags zu erholen. Vor allem können sie morgens später aufstehen, wonach der arbeitende Mensch sich immer sehnt.

 Viele junge Leute hielten diese Woche  ihr gerade erworbenes Schulabschluss-Zeugnis in Händen und nehmen nun einen neuen Lebensabschnitt in Angriff. Die einen mit viel Zuversicht, die anderen mit Bangen und Hoffen. Ich kann die letztgenannte Variante  gut nachvollziehen, mir ging es auch so. Ich habe lange nicht gewusst, was ich mal werden will und bin erst einmal in die völlig falsche Richtung gelaufen.

Irrwege gehören mit zum Leben, liebe Jugendliche, macht Euch nichts draus. Viele von Euch werden steinalt, wenn die medizinischen Prognosen stimmen, insofern könnt Ihr Euch Zeit lassen, vor allem mit der Berufswahl. Vielleicht ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren und dabei viel Gutes tun, oder mal auf Reisen gehen? Geht es am besten gemächlich an, lasst  Euch nicht hetzen. Lasst Euch vor allem nicht von der  Arbeit auffressen. Ausgebrannt ist man schnell und nur langsam oder gar nicht mehr auf der Reihe.

Apropos hetzen lassen: Ich werde nie verstehen, warum man Abitur an Gymnasien in acht statt in neun Jahren machen muss. Warum diese Eile, warum dieser Ehrgeiz? Warum dieser hausgemachte Druck? Schneller, weiter, höher, besser, und die Wirtschaftsleistung  wächst  immer weiter.  Mich widert das alles immer mehr an. Und nicht nur mich. Weil es noch sehr viel mehr gibt im leben, als solcherlei.

Insofern, liebe Jungs und Mädels, die Ihr noch alles vor Euch habt: Findet Euren eigenen Weg und Euer eigenes Tempo. Und lasst Euch nicht entmutigen. Auch wenn’s mal gründlich daneben geht.