Feuerwehren aus Güdingen und Alsting üben gemeinsam

Saarbrücken : Wehren aus Güdingen und Alsting üben gemeinsam

Ort des Manövers war ein Haus am Güdinger Schönbachweg, das die Feuerwehrleute vor allerhand Herausforderungen stellt.

Von außen sieht das ehemalige und eigentlich unbewohnte „Gesindehaus“ der Gärtnerei Glock am Güdinger Schönbachweg recht unscheinbar aus. Als Übungsobjekt für freiwillige Feuerwehrleute hat es das Häuschen aber in sich.

Das zeigte sich am Samstagnachmittag bei einer gemeinsamen Übung der befreundeten Wehren aus Güdingen und Alsting. Denn unter anderem machen ein Anbau, eine nachträglich in den Stall eingebaute Zwischendecke, allerhand gelagertes Sperrgut und nicht zuletzt eine stählerne Wendeltreppe die unscheinbare Hütte zur Herausforderungen für professionell ausgebildete ehrenamtliche Lebensretter auf der Suche nach Verunglückten.

Auch wenn diese sich unerlaubt am Unglücksort aufgehalten haben, als sich dort ein Feuer ausbreitete. So hat es sich nämlich Güdingens Löschbezirksführer Jörg Lergon mit seinen Mannen ausgedacht, um die von beiderseits der Grenze anrückenden Kameraden zu fordern.

Klar, dass die Mannschaft vom heimischen Löschbezirk 23 als Erste vor Ort ist, um die Lage am Haus zu erkunden, während bereits dicke Rauchschwaden aus Fenstern und Türen quillen. Schnell ist die Wasserversorgung, zunächst aus dem mitgeführten Löschfahrzeug, sichergestellt. Die Angriffstrupps können sich nun mit Strahlrohren und Atemschutzgeräten ausgerüstet auf die Suche nach den Verunglückten machen.

Noch während die von Adjudant Michel Weislinger angeführten Kameraden aus Frankreich anrücken, schleppen die einheimischen Lebensretter erste Gerettete nach draußen. Ebenso schnell wie zuvor die Deutschen, sind auch die Franzosen einsatzbereit. Eventuell noch vorhandene kleinere Sprachbarrieren können die erfolgreiche Zusammenarbeit genauso wenig aufhalten, wie die unterschiedlichen Schlauchkupplungssysteme. Adapterstücken sei Dank.

Unter den aufmerksamen Beobachter sind Alstings Bürgermeister Jean-Claude Hehn, Bezirksbürgermeister Daniel Bollig und der Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken Gerd Norheimer. Sie können die Übenden jetzt nur noch an den leicht unterschiedlichen Einsatzuniformen und den deutlich anders aussehenden Helmen unterscheiden.

Die binationale Feuerwehrfreundschaft besteht schon über Jahrzehnte hinweg, und meist wird einmal im Jahr gemeinsam geübt. Mal hüben, mal drüben – aber immer hoch professionell und im Sinne der deutsch-französischen Freundschaft und des Europäischen Gedankens.