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Altenkessel
Ursache nach Brand im Feuerwehrhaus weiter unklar

Feuer bei der Feuerwehr FOTO: BeckerBredel
Altenkessel. Der Schock sitzt tief bei den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Altenkessel und deren Löschbezirksführer David Erb. Von Teresa Bauer

Am vergangenen Samstagmorgen zerstörte ein Großbrand im Feuerwehrgerätehaus ein Einsatzfahrzeug und beschädigte Ausrüstung sowie zwei weitere Fahrzeuge. Das Gebäude selbst ist verwüstet. Wie es zu dem Brand kam sei weiterhin unklar, sagt Erb. Auch die Schadenshöhe stehe noch nicht fest. Die Ermittlungen dauern nach Angaben der Polizei an.


Als die Kräfte der Berufsfeuerwehr am Samstag gegen kurz nach 8 Uhr am Einsatzort ankamen, stand das älteste Auto in der Halle, ein Mercedes „Rundhauber“ Baujahr 1980, in Flammen. Ob ein technischer Defekt am Fahrzeug für das Feuer verantwortlich ist, sei reine Spekulation, sagt Daniel Roscos, Pressesprecher der Saarbrücker Berufsfeuerwehr. Landesweit stünden Fahrzeuge älteren Baujahrs in den Gerätehäusern. Das sei keine Seltenheit, sagt Roscos. Diese von Einsätzen auszuschließen erachte er als nicht notwendig, da sie in einem einwandfreien Zustand seien. Zudem würden sie teilweise auch nur als sogenannte „Zweitausrücker“ verwendet. Löschbezirksführer Erb bestätigt, dass der Rundhauber bis zum Brand „im Einsatz und voll funktionsfähig“ war.

In den sozialen Medien sorgte in den vergangenen Tagen das Fehlen von Brandmeldeanlagen für rege Diskussionen. Deren Installation sei allerdings in Gerätehäusern nicht verpflichtend, sagt Roscos. „Ziel der Brandmeldeanlagen ist das Verhindern von Personenschäden. Das ist in Gerätehäusern nicht der Fall. Bei Neubauten gibt es zwar eine DIN-Empfehlung, Brandmeldeanlagen einzubauen. Es besteht aber keine Verpflichtung.“ Somit würden sich auch in Versicherungsfragen keine Probleme ergeben. Das Gerätehaus ist über die Stadt Saarbrücken versichert. Sobald die Gutachten über die Brandursache und die Schadenshöhe vorliegen, werde der Fall zwischen der Stadt und der Versicherung „abgewickelt“.



Erst in den kommenden Tagen und Wochen werde sich zeigen, wann der Löschbezirk Altenkessel seine Arbeit wieder aufnehmen kann. „Wir müssen schauen, was wir reparieren können und was wir sanieren müssen“, sagt Roscos. Einen anderen Platz, um die Geräte und Fahrzeuge unterzubringen, gebe es bisher nicht. Für den Brandschutz sind nun die Nachbarlöschbezirke Klarenthal und Gersweiler sowie in besonderen Fällen auch Völklingen zuständig.