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Fest der Freundschaft bei der DJK Rastpfuhl-Rußhütte in Saarbrücken

Fest der Freundschaft : Sport und Essen für die Völkerverständigung

Beim „Fest der Freundschaft“ der DJK Rastpfuhl-Rußhütte ging es multikulturell zu. Auch kulinarisch: Speisen aus 35 Ländern gab es.

Am Samstagmittag herrscht rund um den Fußballplatz am Knappenroth auf dem Rastpfuhl reges Treiben. Während sich die Kinder auf dem Fußballplatz und in der Hüpfburg ausgelassen austoben, suchen die Erwachsenen unter den Sonnenschirmen ein Schattenplätzchen, um zu verweilen. Ideale Voraussetzungen für das „Fest der Freundschaft“, veranstaltet von der katholischen Deutschen Jugend-Kraft 08 Rastpfuhl-Rußhütte (DJK 08). Bereits 2019 fand dieses Fest am Knappenroth statt, jedoch in einem weitaus kleineren, vereinsinternen Rahmen.

Die Idee damals wie heute: Gemeinsam Sport treiben und dann gemeinsam die von den Eltern zubereiteten landestypischen Speisen verkosten, frei nach dem Motto „Essen verbindet“. Der kulinarisch-interkulturelle Brückenschlag funktioniert bestens. Auf den Tischen im Clubheim werden Speisen aus 35 Ländern zum freien Verzehr dargeboten. „Die Jugendabteilung unseres Vereins beheimatet etwa 150 Kinder und Jugendliche, davon haben rund 75 Proeznt einen Migrationshintergrund“, erklärt Björn Zierold, der 2. Vorsitzende. Eben diese kulturelle Vielfalt bilden die Speisen ab. „Bei manchem fragt man sich, was man da kredenzt bekommt“, bemerkt der 1. Vorsitzende Jürgen Bolz, als er sich nach den eingeholten Erklärungen seinen Teller zusammenstellt und es sich schmecken lässt. „Kulinarisch-kulturell, das ist super. Normalerweise hat man nicht so oft diesen Austausch, aber hier kommt man sich auch menschlich schnell nahe“, sagt Vanessa Weber, die mit ihrem Mann und ihrem Sohn seit vier Jahren auf der Rußhütte wohnt und sich gerade um frische Teller kümmert.

Ihr Gatte Florian Weber verleiht zeitgleich mit seinem Trainerkollegen Dirk Schmidt Urkunden und Medaillen am Getränkestand, wo die Kinder von ihren Eltern beklatscht mit dem Mikrofon laut aufgerufen und dann ausgezeichnet werden. Denn am Vormittag hatten die Kinder die Gelegenheit, ihr DFB-Fußball-Abzeichen zu erringen, was dem Vernehmen nach allen gelang. „Es ist sehr schön. Mein Sohn hat 26 von 30 Punkten, also eine Goldmedaille“, freut sich die aus der Türkei stammende und auf dem Rodenhof lebende Selver Kadir. „Ich finde die Veranstaltung ganz toll, weil was für die Kinder gemacht wird“, erklärt Dina Narozni, die es zusammen mit ihrem kleinen Sohn rein zufällig aufs Fest verschlagen hat, als sie ihren unweit gelegenen Schrebergarten aufsuchte.

Gegen 13 Uhr wird es dann laut und rhythmisch. Das aus der Elfenbeinküste stammende und seit Jahren im Saarland beheimatete Trio namens „Ayoka“ lädt zum Trommeln und Tanzen ein. In der mittlerweile sengenden Hitze werfen sich die kleinen Trommler mächtig ins Zeug. „Super, das hat viel Spaß gemacht mit Kindern“, sagt Marco Akoube. Spaß haben die Kinder auch hinterm Steuer des Polizei- und Feuerwehrautos, wo sie für ihre fotografierenden Eltern stolz posieren. „Es ist mehr los als gedacht“, freut sich der 3. Vorsitzende Helmut Burgardt, der sich um den Verkauf der Getränke- und Essensbons kümmert. „Die tägliche Vereinsarbeit wird ausschließlich von ehrenamtlichen Trainern, Betreuern und Vorstandsmitgliedern geleistet“, betont er. Für ihre Arbeit wurde die DJK 08 mit dem „Hermann-Neuberger-Preis für Engagement und Ehrenamt“ (2018) ausgezeichnet und ist 2019 als offizieller Integrationsverein beim Deutsche Olympische Sportbund gelistet.

Für ihr Clubheim sucht die DJK Rastpfuhl-Rußhütte „jemanden, der die Geselligkeit liebt und für unsere Mitglieder da ist“. Laut Verein gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung.