FCS-Nachwuchs-Kicker Felix Geisler träumt von einer Profi-Karriere

Kostenpflichtiger Inhalt: Nachwuchs-Kicker : Von Saarbrücken nach Barcelona?

FCS-Nachwuchskicker Felix Geisler träumt von einer großen Karriere als Profi-Fußballer.

Wenn man die kickenden Kinder und Jugendlichen bei der diesjährigen Saarbrücker Stadtmeisterschaft im Hallenfußball fragen würde, würden wahrscheinlich alle dasselbe antworten: „Ja, natürlich will ich Fußball-Profi werden“ – das wäre wohl der allgemeine Tenor. Dass auch er darauf hinarbeitet, daraus macht Felix Geisler kein Geheimnis. Und dabei mangelt es dem 15-jährigen B-Jugendakteur des 1. FC Saarbrücken nicht an Selbstbewusstsein: „Das ist auf jeden Fall mein großes Ziel: Fußball-Profi werden. Und dann mal schauen, wie weit ich es bringen kann. Am liebsten würde ich mal für den FC Barcelona spielen.“

Der gebürtige Nigerianer kam als Baby mit der Familie nach Deutschland. Mit dem Fußball begann der Offensivspieler, der sich sowohl auf der Zehner-Position als auch im Angriff heimisch fühlt, beim ATSV Saarbrücken. Danach wechselte Geisler das erste Mal zum FCS, den er zwischenzeitlich in Richtung SV Saar 05 Jugend verließ, ehe er vor anderthalb Jahren wieder zu den Molschdern zurückkehrte.

Beim FCS sind sie von seinen Fähigkeiten voll überzeugt: „Was Felix zum einen auszeichnet, sieht man ja bereits auf den ersten Blick: Seine enorme körperliche Präsenz auf dem Platz. Zudem hat er eine unheimliche Stärke im Torabschluss“, sagt FCS-Nachwuchstrainer Tobias Eisel über seinen Schützling – und unterstreicht: „Er ist definitiv eines der größten Talente, die wir haben.“ Sein Talent konnte Geisler auch bei der Saarbrücker Stadtmeisterschaft zeigen, wo er mit der B-Jugend des FC Saarbrücken durch einen 1:0-Erfolg über seinen Ex-Club Saar 05 den Titelgewinn bejubeln durfte. „Das war wie immer ein tolles Turnier. Es macht einfach Spaß, vor so einer großen Kulisse zu spielen“, sagt er über den Auftritt vor etwa 1000 Zuschauern in der Joachim-Deckarm-Halle. Wenn es nach dem Zehntklässler geht, der eine Schule in Altenkessel besucht und das Abitur anpeilt, wird es nicht das letzte Spiel vor einem großen Publikum gewesen sein.

Bis dahin aber steht dem physisch starken und schnellen Talent noch ein weiter Weg und einiges an Arbeit bevor. Auf dem Weg zum Traum einer Profikarriere will Geisler wie bisher auch weiter Tore für sich sprechen lassen. Im jüngeren B-Jugendjahrgang gehen in dieser Saison bereits 13 Treffer in zehn Verbandsliga-Partien auf sein Konto. In der Regionalliga hat Geisler ebenfalls schon erfolgreich seine Visitenkarte abgegeben. Er zeigt sich dabei nicht nur mit dem Fuß treffsicher, sondern hat auch ein gutes Kopfballspiel. „Neben Fußball schaue ich gerne Boxen“, verrät Geisler, der sich künftig zum Profi mit dem runden Leder durchboxen möchte. „Das ist einfach das, was ich nach dem Abitur auf jeden Fall versuchen möchte“, bekräftigt Geisler, dessen Liebling im Box-Ring der ungeschlagene US-amerikanische Weltmeister Deontay Wilder ist. Im Fußball möchte er seinen nigerianischen Landsleuten Wilfred Ndidi von Leicester City oder Victor Osimhen vom OSC Lille nacheifern, die für ihn zu den aktuell besten Kickern des westafrikanischen Lands zählen. In seiner alten Heimat ist Geisler regelmäßig bei seinen dortigen Verwandten zu Besuch. Vielleicht kann er beim nächsten Mal dann bereits vermelden, dass er seinem großen Traum nochmal ein gutes Stück näher gekommen ist.