FC Rastpfuhl und SV Auersmacher gewinnen Masters-Turniere

Masters-Qualifikation : Stallorder-Vorwurf überschattet Rastpfuhls Sieg

Der Saarlandligist steht vor der erneuten Masters-Qualifikation, hat sich aber den Unmut von Zuschauern und Konkurrenten zugezogen.

Turnier der Arbeitsgemeinschaft Saarbrücker Vereine:

Das von der Arbeitsgemeinschaft Saarbrücker Vereine ausgerichtete Qualifikationsturnier (37 Wertungspunkte) hat der Mit-Gastgeber FC Rastpfuhl gewonnen. Der Saarlandligist hat damit weiter gute Chancen, sich nach 2018 erneut für das Endturnier zu qualifizieren. Zumal der Saarlandligist am letzten Qualifikationswochenende noch an den Turnieren des 1. FC Riegelsberg und des SSV Pachten teilnimmt.

In der Sporthalle Brebach trumpften die Rastpfuhler in den beiden entscheidenden Begegnungen am Sonntag groß auf. Im Halbfinale bezwangen sie mit Hellas Bildstock einen direkten Konkurrenten im Masters-Rennen mit 4:0. Im Finale wurde es noch deutlicher: Da fegte der FC Rastpfuhl den Verbandsligisten FV Bischmisheim mit 6:0 vom Feld. Calogero Raia glänzte im Endspiel mit drei Treffern. Zudem trafen Marcel Noll, der zwei Tore erzielte, und Patrick Wöber.

„Ich denke, unsere Masters-Chancen stehen jetzt gut – auch wenn wir noch punkten müssen“, erklärte FC-Spielertrainer Christian Puff. Vor den beiden letzten Partien hatte sich seine Mannschaft den Unmut der Konkurrenz und vieler Zuschauer – insgesamt kamen knapp 700 zum Turnier – zugezogen. Puff muss sich den Vorwurf der Stallorder gefallen lassen. Im Viertelfinale lag Saarlandligist FC Rastpfuhl gegen seine eigene zweite Mannschaft aus der Kreisliga A Südsaar mit 2:3 zurück. Doch kurz vor Schluss drehte sie die Partie und gewann mit 4:3. Geschmäckle hatte vor allem, dass der Siegtreffer für die erste Mannschaft nach einem Fehlpass der Reserve-Mannschaft fiel. „Das war aber keine Absicht. Es hat auch keine Absprache gegeben“, beteuert Puff.

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, ärgerte sich dagegen der Trainer von Verbandsligist Hellas Bildstock, Michael Alff, über die Rastpfuhler. Seine Mannschaft musste sich nach der Halbfinal-Niederlage gegen den FC Rastpfuhl auch im Spiel um Platz drei geschlagen geben – und zwar mit 1:6 gegen den SC Halberg Brebach II aus der Kreisliga A Halberg. „Man merkt, dass die Jungs so allmählich auf dem Zahnfleisch gehen“, erklärte Alff.

Trotzdem glaub Alff dass seine Mannschaft, die in der Wertungstabelle Siebter ist, nach 2018 die erneute Masters-Qualifikation schafft. „Wir haben es ja noch selbst in der Hand“, sagt der Hellas-Trainer. Allerdings wartet auf seine Elf am letzten Turnierwochenende eine schwere Aufgabe. Die Bildstocker spielen beim Turnier des SV Auersmacher. „Da ist ja alles an Mannschaften dabei, was Rang und Namen hat“, berichtet Alff. Mit 64 Wertungspunkten ist das Auersmacher Turnier das höchstdotierte am letzten Qualifikationswochenende.

Turnier des SV Röchling Völklingen:

Nachdem der FV Diefflen 2018 die Qualifikation für das Endturnier des Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes verpasst hat, ist der Oberligist diesmal mit von der Partie. Das steht seit dem Sieg am Sonntagabend beim mit 60 Wertungspunkten dotierten Ruhland-Kallenborn-Cup des Ligakonkurrenten und Masters-Titelverteidigers SV Röchling Völklingen fest. „Wir sind froh, dass der Deckel auf der Qualifikation drauf ist“, erklärte Diefflens Spielertrainer Thomas Hofer. Und er ergänzte: „Wir wollten unbedingt wieder beim Masters dabei sein – und das haben wir geschafft.“

In der Hermann-Neuberger-Halle bezwang der FV Diefflen im Halbfinale Gastgeber Völklingen in einer packenden Partie mit 4:3. Im Endspiel gab es einen 5:3-Sieg gegen den überraschend bis ins Finale vorgedrungenen Landesligisten SV Gersweiler. Merouane Taghzoute brachte den Oberligisten in Führung. Artur Mielczarek und Spielertrainer Hofer erhöhten auf 3:0 für den Favoriten. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer von Jens Albrecht erhöhten Taghzoute und Marvin Hessedenz auf 5:1, ehe Gersweiler das Ergebnis in den beiden letzten Minuten durch Treffer von Torsten Büchel und Kevin Reuther freundlicher gestalten konnte. „Wir haben während des gesamten Turniers kein Spiel verloren, deshalb war es ein verdienter Erfolg für uns“, sagte Hofer.

Insgesamt kamen an drei Turniertagen 1050 Zuschauer zum Völklinger „Mammut-Turnier“ mit 33 Mannschaften. Gastgeber Röchling sicherte sich nach dem Aus in der Vorschlussrunde durch den 9:3-Erfolg gegen den Landesligisten SV Hermann-Röchling-Höhe Rang drei. Die Mannschaft von der Röchling-Höhe hatte im Viertelfinale den Saarlandligisten Saar 05 Saarbrücken mit 9:8 nach Siebenmeterschießen ausgeschaltet.

Ebenfalls in der Runde der letzten Acht scheiterte Masters-Anwärter Köllerbach. Die Sportfreunde verloren mit 2:4 gegen Völklingen. Die Köllerbacher haben als Tabellenzwölfter zwar 31,25 Punkte Rückstand auf einen Qualifikationsplatz. Sie können aber noch noch auf Rang sieben der Wertungstabelle klettern, weil die Sportfreunde noch zwei Turniere (Pachten und Riegelsberg) spielen. Kurios: Während Köllerbach als Zwölfter noch Chancen auf die Teilnahme am Masters-Endturnier am Sonntag, 3. Februar, ab 13 Uhr in der Saarbrücker Saarlandhalle hat, können der SV Losheim als Zehnter und die SG Ballweiler-Wecklingen/Wolfersheim als Elfter nicht mehr den Sprung zum Finale schaffen. Beide Verbandsligisten nehmen nur noch an einem Qualifikationsturnier teil.

  

Turnier des FC Kleinblittersdorf:

Mit dem Sieg beim Neujahrsturnier des FC Kleinblittersdorf hat der Saarlandligist SV Auersmacher seine kleine Chance auf die Masters-Teilnahme gewahrt. Wegen des Nichtantritts von Röchling Völklingen II hatte sich die Wertigkeit von 35 auf 33 Punkte reduziert. In der Spiel- und Sporthalle Kleinblittersdorf setzte sich der SV Auersmacher am Sonntagabend im Finale gegen den bereits für das Finalturnier am 3. Februar in der Saarlandhalle qualifizierten Ligakonkurrenten SC Halberg Brebach durch. Lange fielen im Endspiel keine Treffer, doch dann brachte Oliver Bickelmann Auersmacher in Führung. Mit dem 2:0 kurz vor Schluss machte Lucas Hector den Sack zu.

„Wir haben unsere Chancen besser genutzt als Brebach“, erklärte Auersmacher Co-Trainer Sascha Schumacher. Während die Brebacher einmal den Pfosten trafen und einmal am glänzend parierenden Florian Schworm im Auersmacher Tor scheiterten, zeigte sich seine Mannschaft vor dem Kasten kaltschnäuziger. „Es war uns bewusst, dass wir gewinnen müssen – und das ist uns gelungen“, sagte Schumacher voller Freunde. Und er ergänzte: „Jetzt ist die Vorfreude und die Spannung vor unserem eigenen Turnier natürlich besonders groß.“ Am letzten Qualifikationswochenende kann der SV Auersmacher unter Umständen mit einem Sieg noch seine erste Masters-Teilnahme seit 2016 perfekt machen.

Rang drei beim Neujahrsturnier, zu dem fast 750 Zuschauer kamen, ging an den gastgebenden Landesligisten FC Kleinblittersdorf, der im „kleinen Finale“ Ligakonkurrent SC Bliesransbach mit 3:2 bezwang. Lukas Becker und Timo Argese brachten mit ihren Treffern die Gastgeber mit 2:0 in Führung, ehe die Bliesransbacher durch Treffer von Hassan Hanoun und Henning Scherer zum Ausgleich kamen. Danach erzielte erneut Becker das 3:2-Siegtor für die Kleinblittersdorfer. Bliesransbach hatte im Halbfinale gegen Halberg Brebach im Siebenmeterschießen verloren (5:6). Gastgeber FC Kleinblittersdorf zog in der Vorschlussrunde gegen den SV Auersmacher mit 1:5 den Kürzeren.

Der SC Halberg Brebach, der FV Diefllen und der VfB Dillingen sind für das Masters-Endturnier qualifiziert. Titelverteidiger Röchling Völklingen ist gesetzt. Die restlichen vier Final-Plätze werden bei den letzten sechs der 45 Qualifikationsturniere vergeben.

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