Fastnachter des Dudweiler Carneval Clubs fiebern der Kirmes entgegen

Serie Menschen im Regionalverband : Fastnachter fiebern der Kirmes entgegen

Der Geschäftsführerin des Dudweiler Carneval Clubs, Carmen Kurth-Nagel, und ihrem Team stehen viel Arbeit bevor.

Wenn am Samstag, 24. August, die Kirmes in Dudweiler beginnt, sorgt ein Verein mit dafür, dass das Programm am Alten Markt reibungslos über die Bühne geht, der Dudweiler Carneval Club (DCC). Die Mitglieder des vor 62 Jahren gegründeten Vereins haben viel zu tun, damit alles an Ort und Stelle ist: die Utensilien für das Kinderschminken, die Cocktailbar, das Essen inklusive Food Truck. Ganz zu schweigen von der Organisation der Auftritte und Vorführungen.

Carmen Kurth-Nagel ist immer dabei. Sie hält dem Verein seit etwa 18 Jahren die Treue. Seit sich ihre Tochter für die Minigarde anmeldete, macht auch Kurth-Nagel mit. Sie beteiligte sich bei den Hupfdohlen-Tänzerinnen.

Vor vier Jahren lud sie sich noch mehr Verantwortung für den Verein auf. Seitdem ist sie DCC-Geschäftsführerin und Organisationsleiterin. Sie leitet und trainiert außerdem die Junggarde, die Mariechen und die Showtanzgruppe.

 Langweilig werde es ihr also nicht, fügt sie schmunzelnd hinzu. Die Liebe führte die aus dem Spreewald in Brandenburg stammende 47-Jährige vor etwa 20 Jahren nach Dudweiler. Ihre Liebe, das ist ihr Mann Franz Kurth – zugleich Präsident des DCC. Da prallen mitunter Ansichten aufeinander oder, wie sie es ebenso diplomatisch wie augenzwinkernd ausdrückt: „Man ist nicht immer einer Meinung.“ Ihre Tochter ist mittlerweile Tanzmariechen, Schriftführerin und Trainerin der Großen Garde. Ihr Sohn ist ebenfalls engagiert: Er tanzt in der Jugendgarde.

Ihre langjährige Erfahrung in der Gastronomie – derzeit ist sie bei einem großen Warenhaus in Güdingen angestellt – hilft Carmen Kurth-Nagel, die herausfordernden Feste zu meistern.

Wobei sie betont: „Die Kirmes ist das wichtigste Geschäft für uns.“ Denn die Feiern, an denen sich der DCC beteiligt, unter anderem das Frühlingsfest, seien die einzige Einnahmequelle des Vereins. Mit den Einnahmen finanziere der DCC neue Technik oder Kostüme – immer in Absprache mit der Schatzmeisterin Christina Schneider.

Schlechtere Zeiten meisterte der Verein, indem er strikt aufs Geld achtete. Man dürfe eben nicht mehr ausgeben, als man zur Verfügung hat. „Wir sind die Geizhälse“, sagt sie über das Selbstverständnis des DCC. Der Verein sucht die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. So ist das Programm auf dem Alten Markt mit dem örtlichen Verkehrsverein entstanden. Der Allgemeine Turnverein Dudweiler (ATVD) bietet eine Freiluft-Sportgruppe für Kinder von acht bis zehn Jahren. Der Schalmeien- und Kulturverein macht Musik. Die Kultgießerei präsentiert eine Ausstellung von Old- und Youngtimern. Über die Zusammenarbeit sagt die DCC-Geschäftsführerin: „Das stärkt unseren Verein.“ Wie der DCC überhaupt einen wichtigen Platz in ihrem Leben habe: „Das ist mein Verein.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung