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Leinenpflicht
Fast schon radikale Einstellung

Die von den Grünen angestoßene Diskussion über eine Leinenpflicht auf einigen der Kleinblittersdorfer Wald- und Feldwege reißt nicht ab.
Die von den Grünen angestoßene Diskussion über eine Leinenpflicht auf einigen der Kleinblittersdorfer Wald- und Feldwege reißt nicht ab. FOTO: Z5456 Arno Burgi / dpa
Leinenpflicht

Ich finde es traurig, dass ein harmonisches Zusammenleben zwischen Hundebesitzern, Joggern, Radfahrern, Jägern und Spaziergängern anscheinend in unserer Gemeinde ohne Verbote und Gesetze nicht mehr möglich ist. Es gab eine Zeit, in der Manfred Hoffmann mit uns und unseren Hunden mitgelaufen ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass er seinen Hund an der Leine geführt hat oder die Hinterlassenschaften entsorgt hat. Ich verstehe nicht, dass Hoffmann heute eine fast schon radikale Einstellung vertritt. Mir ist auch nicht klar, wo der Unterschied liegt, ob ich die Hinterlassenschaften meines Hundes in den vorgesehenen Behältern oder in einem öffentlichen Mülleimer entsorge, der Gestank ist doch in der warmen Jahreszeit gleich. Die Gemeinde müsste mehr von diesen Behältern aufstellen. Wie ist es, wenn ein Jäger oder ein Angler seine Notdurft verrichten muss? Mein Hund hat sich schon in menschlichen Hinterlassenschaften gewälzt. Müssen wir die jetzt auch an die Leine nehmen? Schade, dass es in unserer  Gemeinde so weit gekommen ist, wo anscheinend jeder des anderen Feind ist. Wenn jeder etwas mehr Rücksicht und Verständnis aufbringen würde, wäre unser Miteinander wieder angenehmer.