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Etwa 400 Menschen kamen zu „Einfach gemeinsam“

Sport macht Spaß : Rund 400 Menschen aus dem gesamten Saarland machten mit

Etwa 400 Menschen, überwiegend Kinder und Jugendliche, versuchten sich am vergangenen Montag an 30 unterschiedlichen Sportarten in der Mehrzweckhalle und auf dem daneben liegenden Parkplatz der Hermann-Nerberger-Sportschule in Saarbrücken.

Bei der Aktion „Einfach gemeinsam“ war Iris Engel von der Saarländischen Sportjugend mindestens genau so viel in Bewegung wie der Nachwuchs an den vielen Sportstationen. Die 52-Jährige ist die Projektmanagerin der Aktion, bei der es vor allem um Inklusion geht – also Menschen mit Behinderungen spielen zusammen mit Menschen ohne Behinderungen. „Eigentlich mag ich das Wort Inklusion gar nicht. Ich möchte, dass alle Berührungsängste wegfallen und dass alle Menschen zusammen einfach ihre Freizeit und ihren Sport gestalten“, sagt Iris Engel. Sie hatte 2018 die Idee zum großen, gemeinsamen Sporttag in Saarbrücken, zu dem am vergangenen Montag Menschen aus dem gesamten Saarland kamen.

Finanziell unterstützt wurde die Aktion von der Aktion Mensch, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von Demokratie Leben, dem Regionalverband Saarbrücken und dem Deutschen Olympischen Sportbund. Etwa 50 ehrenamtliche Helfer unterstützten die Saarländische Sportjugend.

„Morgens tauchte plötzlich eine Gruppe von zwölf Studenten auf und half uns den ganzen Tag bis zum Abbauen. Das war wirklich großartig“, lobte Iris Engel die Helfer.

Viele Sportverbände machten an dem Tag mit und nutzten die Gelegenheit, ihre Sportarten zu präsentieren. Fußball und Handball waren nicht dabei. „Das haben wir bewusst so gemacht, damit andere Sportarten auch mal zum Zug kommen. Das wollen wir beim nächsten Mal sogar noch steigern. Golf und Frisbee und andere Randsportarten haben heute noch gefehlt, die wollen wir im kommenden Jahr präsentieren und hoffen, dass alle gemeinsam dabei viel Spaß haben“, sagte die Projektmanagerin. Auch beim Essen und Trinken wurde auf die Gesundheit und den Geldbeutel der Kinder geachtet. Es gab fast ausschließlich gesunde Sachen zum Essen, und alles kostete nur einen Euro. „Wir wollten keinen benachteiligen, deshalb haben wir das so gemacht“, sagt die 52-Jährige, die für das kommende Jahr noch weitere Ideen hat.

„Die Musik fehlt noch. Wir wollen das Ganze etwas rockiger gestalten und vielleicht auch den einen oder anderen Tanz den Kindern vorstellen“, verrät Iris Engel von ihren tollen Ideen, die bislang bei allen sechs Veranstaltungen von „Einfach gemeinsam“, prima ankamen.