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Turnkongress: Es gibt rund 150 Workshops und viele Vorträge

Turnkongress : Es gibt rund 150 Workshops und viele Vorträge

Am letzten September-Wochenende werden an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken beim Turn- und Sportkongress mehr als 150 Workshops stattfinden, 65 Referenten aus Deutschland ihr Wissen zum Besten geben und Impulsvorträge für Unterhaltung sorgen.

Zu den Bereichen gehören Vereinsführung/Vereinsstrategie, sportartübergreifendes Kinderturnen, Gerätturnen und „Gymwelt“ – mit 112 Workshops größter Themenkomplex. Ein Überblick über den Zeitplan und die Referenten gibt es in einer Veranstaltungsbroschüre.

„Als Höhepunkte sehe ich neben den zahlreichen Workshops die Impulsreferate von Thomas Wessinghage und Clemens Maria Mohr“, sagt Roman Spaniol vom Orga-Team des Kongresses. Wessinghage gehörte als Läufer zur Weltspitze, ist zigfacher deutscher Meister, mehrmaliger Europameister und zweimaliger Olympia-Teilnehmer (1972 und 1976). 1977 schloss er sein Medizinstudium mit dem Staatsexamen ab. Von 1996 bis 2002 war er ärztlicher Direktor und Chefarzt der Rehaklinik Saarschleife in Mettlach-Orscholz. Mittlerweile ist er Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement.

Wessinghage wird am Sonntag, 30. September, zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr den Tagesimpulsvortrag mit dem Titel „Trimm dich gestern und heute – Einfluss der DOSB-Kampagne auf die Breiten- und Gesundheitssportbewegung in Deutschland“ halten. Es geht dabei um das Massenphänomen körperliche Inaktivität. Bereits in den 1970er-Jahren hat der Deutsche Sportbund mit der Kampagne „Trimm Dich“ versucht, die Bevölkerung für einen aktiven Lebensstil zu begeistern. Ein zentraler Baustein war der lockere Waldlauf, der von sogenannten Turn- und Gymnastikübungen begleitet für eine bessere körperliche Fitness sorgen sollte. Die in dieser Zeit entstandenen „Trimm-Dich-Pfade“ waren ein Ergebnis dieser Initiative. Doch: „Was ist davon geblieben?“, fragt  Wessinghage. Die Antwort darauf können sich Interessierte in seinem Vortrag anhören.

Clemens Maria Mohr ist ein Mentaltrainer und selbsternannter „Möglichkeiten-Coach“. Sein Vortrag an der Sportschule heißt „Mensch ärgere dich nicht – Strategien für mehr Freude im (Vereins-)Leben“. Angesichts der arg strapazierten Leidensfähigkeit der Ehrenamtlichen im Saarsport durch den Finanzskandal beim Landessportverband scheint das Thema ein Volltreffer zu sein. Mohr sagt: „Ärger ist für die meisten Menschen ein häufiger oder auch ständiger unliebsamer Begleiter. Er macht uns schlechte Laune und manchmal sogar krank.“ Doch es gebe Möglichkeiten, diesen erheblich zu reduzieren. Wie genau, das will der „Möglichkeiten-Coach“ in seinem Vortrag am Samstag, 29. September, von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr erläutern.