Engagierte Saarbrückerinnen helfen Kindern weltweit

Unicef Saarland : Diese Frauen helfen Kindern weltweit

Viele Kinder auf der Welt brauchen unsere Hilfe, weil sie zum Beispiel in Kriegsgebieten leben und Medikamente benötigen. Deshalb engagieren sich auch Bürger aus Saarbrücken seit vielen Jahren für das Kinderhilfswerk Unicef.

Die saarländische Unicef-Gruppe ist eine der ältesten von rund 130 aktiven Gruppen bundesweit. Vielleicht ist das der Grund, warum sich die rund 50  saarländischen ehrenamtlichen Mitarbeiter als eine große Familie bezeichnen. „Wir haben ein tolles Miteinander“, erklärt Britta-Gudrun Nau, und Ulrike Blochwitz bestätigt dies lachend.

Die Unicef-Gruppe hat ihr Büro ganz in der Nähe der Christkönigkirche in Saarbrücken, es wird von den beiden Damen geleitet. Ehrenamtlich natürlich. „Wir unterstützen und koordinieren hier die Aktionen und Kampagnen von Unicef vor Ort“, erklärt Britta-Gudrun Nau. Unicef ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und versteht sich seit der Gründung im Jahr 1946 als Anwalt der Kinder. Die saarländische Gruppe unterstützt die Kampagnen von Unicef, organisiert aber auch eigene Aktionen. „Wir gehen in Schulen und Kindergärten, um über Unicef zu informieren, veranstalten aber auch andere Aktionen, wie eine Filmvorführung für Schulklassen am 20. November, dem 30. Jahrestag der Kinderrechtskonvention“, berichtet Nau. Ein wichtiges Standbein für die Finanzierung von Unicef Deutschland ist neben dem Sammeln von Spenden der Grußkartenverkauf. Die Grußkarten werden auf dem Altstadtfest oder beim Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt verkauft, aber auch vom 12. bis 23. November in der Stadtbibliothek, vom 3. bis 7.  Dezember im Globus Güdingen  oder vom 5. bis 21. Dezember im Saarbasar.

An den Ständen erhalten Bürger  neben den Grußkarten auch Informationen zu den Aktionen von Unicef, und sie können die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer kennenlernen. „Unsere Mitarbeiter kommen aus allen Alters- und Berufsgruppen. Wir haben Schüler, Jugendliche und Senioren dabei, aber auch Berufstätige. Jeder hilft so, wie er kann“, betont Ulrike Blochwitz. Was der Gruppe zurzeit allerdings fehlt, ist eine ehrenamtliche Leitung. „Wir suchen seit Anfang des Jahres eine kontaktfreudige, teamfähige und einsatzbereite Person, die gerne auch repräsentiert und empathisch ist“, sagt Nau. „Aber keinen Chef“, fügt Ulrike Blochwitz lachend hinzu. Bei der Leitung der saarländischen Unicef-Gruppe handelt es sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit, betonen die beiden Damen. Und es ist keine Vereinsarbeit. „Wir sind kein Verein, es ist keine Vorstandstätigkeit. Es gibt auch keine Mitgliedsbeiträge und keine zeitlichen Vorgaben. Jeder setzt sich gemäß seiner Talente so ein, wie es passt und wie er kann“, erläutert Ulrike Blochwitz. Wer sich dafür interessiert, sollte aber wissen, dass diese ehrenamtliche Tätigkeit einige Stunden pro Woche in Anspruch nimmt. Allerdings gibt diese Tätigkeit auch viel zurück. „Ich bin jetzt seit 15 Jahren dabei. Ich wollte gerne etwas Gutes tun, das ist meine Mentalität. Daher mache ich das. Und die Arbeit macht viel Spaß. Seither traue ich mir mehr zu, habe mehr Selbstbewusstsein. Außerdem ist es ein gutes Miteinander hier und ich habe in der Zeit tolle und gute Menschen kennengelernt“, erklärt Ulrike Blochwitz ihre Motivation. Britta-Gudrun Nau unterstützt die Unicef-Arbeit sogar schon seit 28 Jahren. „Es freut mich, dass ich helfen kann, die Situation von benachteiligten Kindern zu verbessern. Ich selbst hatte eine glückliche Kindheit, und ich  wollte einfach etwas zurückgeben.“

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