Sie leben im Seniorenheim in St. Johann Seit 70 Jahren verheiratet: Paar aus Saarbrücken feiert seltenes Ehe-Jubiläum

Saarbrücken · An diesem Mittwoch feiern Elfriede und Rudi Dupper das seltene Ehejubiläum der Gnadenhochzeit. Ein schöner Tag, auch für ihre dankbare Familie.

 Rudi und Elfriede Dupper feiern ihren großen Tag im Saarbrücker Seniorenheim Doreafamilie.

Rudi und Elfriede Dupper feiern ihren großen Tag im Saarbrücker Seniorenheim Doreafamilie.

Foto: Petra Cäsar/Doreafamilie

Sieben Jahrzehnte alt wird das Ja-Wort von Elfriede und Rudi Dupper am 13. Juli. Die Gnadenhochzeit ist ein seltenes Ehejubiläum. Und sie ist neben ihrer Familie für die Duppers ein Grund mehr, an diesem Mittwoch auf ein erfülltes und erfolgreiches Leben zurückzublicken.

Vor der Hochzeit am 13. Juli 1952 war Elfriede Dupper bei der Kleiderfabrik Weber in Brebach-Fechingen im Zuschnitt und als Herrenschneiderin beschäftigt. Nachdem die Kinder Helmut, Gisela und Astrid auf die Welt gekommen waren, arbeitete Elfriede Dupper noch immer mit, um den Verdienst aufzustocken. Zusätzlich nähte sie Kleider für die ganze Familie.

Rudi Dupper hatte bei der Firma BBC Maschinenschlosser gelernt. Danach wechselte er zu den Saarbrücker Stadtwerken und erlernte den Beruf des Elektrikers. Mit 40 Jahren absolvierte er noch ein Fernstudium zum EDV-Spezialisten und wechselte in den Innendienst.

Bei den Stadtwerken war Rudi Dupper 43 Jahre lang beschäftigt, bis er in Rente ging. Und in ihrer Freizeit haben sich die Duppers im kirchlichen Bereich engagiert. Dieses Engagement war den stolzen Eltern, Groß- und Urgroßeltern sehr wichtig. Drei Kinder, drei Enkel und sieben Urenkel sind das größte Glück der Ehejubilare.

Elfried Duppers Vergnügen daran, anderen Freude zu machen, zeigt sich in den vielen Weihnachtsengel, die sie vor dem Fest in liebevoller Handarbeit fertigte. Bis zu 80 dieser Schmuckstücke entstanden unter Duppers geübten Händen.

Seit zweieinhalb Jahren ist das St. Johanner Seniorenheim „Doreafamilie“ der Lebensmittelpunkt der Gnadenhochzeiter. „Sie sind dort bestens versorgt und fühlen sich sehr wohl“, sagt Tochter Gisela Werner. Als Beweis für die Freude am neuen Wohnsitz nennt sie die rege Teilnahme ihrer Eltern an den Freizeit- und Unterhaltungsaktivitäten des Seniorenheims. Dass die Coronabestimmungen einer großen Feier dieses seltenen Ehejubiläums entgegenstehen, mindert den Stolz der Familie nicht auf die beiden Menschen, ohne die es diese Familie gar nicht gäbe.

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