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feierliche Eröffnung
Einmal um die ganze Welt ab Malstatt

Geschäftsführer Thomas Götten, Benedikt Esser vom Internationalen Bustouristik Verband, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Geschäftsführer Erich Götten (v.l.) bei der Eröffnung des neuen Terminals.
Geschäftsführer Thomas Götten, Benedikt Esser vom Internationalen Bustouristik Verband, Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Geschäftsführer Erich Götten (v.l.) bei der Eröffnung des neuen Terminals. FOTO: BeckerBredel
Malstatt. Das Reiseunternehmen Anton Götten hat im Saarbrücker Westen ein neues, hochmodernes Busterminal eröffnet. Von Jana Bohlmann

Fünf Jahre und fünf Millionen Euro hat es gebraucht, um das neue Busterminal des Reiseveranstalters Anton Götten zu vollenden. Gestern wurde das Terminal, welches nach Angaben der Reiseveranstalter eines der größten und modernsten in Südwestdeutschland ist, eröffnet. Zwei Jahre dauerte die  Bauphase. Auf knapp 11 000 Quadratmetern finden sich hier 110 Parkplätze, eine Werkstatt mit Fuhrpark, ein Abfahrtsbereich und ein Empfangsgebäude. Das neue Busterminal befindet sich im Malstatter Industriegebiet Wiesenstraße und bietet Platz für die 20 firmeneigenen Busse. „Ein idealer Standort“, findet Geschäftsführer Thomas Götten: „Wir sind hier sehr zentral. Man ist in wenigen Minuten von Hauptbahnhof hier und eine Taxifahrt kostet nicht mehr als acht Euro.“ Auch sein Partner in der Geschäftsführung Oliver Jost stimmt ihm zu: „Es ist super hier. Hier können unsere Kunden ankommen, ihre Reisetasche in den Bus werfen und schon kann es losgehen.“ Ebenso weist Jost darauf hin, dass an diesem Standort die oft lästige Parkplatzsuche entfällt. Für zwei Euro am Tag können Gäste ihr Auto parken. Im Vergleich zu den teils hohen Parkkosten an Flughäfen ist diese Summe gering. Im Empfangsgebäude befinden sich zudem Toiletten und Aufenhaltsmöglichkeiten.


Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zeigte sich bei der Eröffnung begeistert: „Ich war vor zwei Jahren beim Spatenstich dabei und hatte den Eindruck, dass das hier etwas Gutes werden könnte. Heute habe ich die Gewissheit bekommen.“ Weiter bezeichnet sie die Firma als Botschafter für das Saarland und lobte deren Engagement, um den Tourismus im Land weiter zu stärken. Doch nicht nur mit Worten sprach Rehlinger dem Reiseunternehmen Mut zu: Das Ministerium bezuschusste das Projekt mit rund 300 000 Euro. Eine gute Investition, findet die Ministerin. „Das neue Busterminal ist ansprechend und gleichzeitig auch eine wunderbare Visitenkarte für unser Bundesland“, sagt Rehlinger.

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schloss sich ihrer Partei-Kollegin an. „Anton Götten ist für das Saarland ein Aushängeschild. Sie verbreiten das Saarland in der ganzen Welt“, sagte Britz.



30 000 Menschen entscheiden sich jährlich für einen Urlaub mit Anton Götten Reisen. 66 Mitarbeiter sind in dem Familienunternehmen in vierter Generation angestellt und sorgen dafür, dass jede einzelne Reise reibungslos abläuft. So erwirtschaftet Anton Götten Reisen im Jahr rund 30 Millionen Euro. Mit dem neuen Terminal steigt die Hoffnung diese Summe weiter in die Höhe zu treiben. „Auf Gewinn- und Umsatzsteigerung hoffen wir natürlich immer. Das ist schließlich der unternehmerische Gedanke“, so Götten. Doch ob der Umsatz, und damit auch der Gewinn steigt, wird sich erst noch zeigen, meint Oliver Jost. „Wir wollen den Gästen eine schöne, saubere Abfahrtsstelle bieten. Der Kunde soll merken, dass bei Anton Götten die Reise ab der ersten Sekunde beginnt. Am Ende hofft man aber auch immer auf mehr Umsatz“, so Jost.

Mit dem Bau des Terminals konnten geringfügig neue Arbeitsplätze im Verwaltungsbereich geschaffen werden. Busfahrer werden allerdings händeringend gesucht, fügt Götten hinzu.

Fünf Jahre Planung und fünf Millionen Euro haben sich gelohnt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Jost. „Es könnte wirklich nicht besser ein“, stimmt Götten zu.