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Hier sind Top-Spezialisten am Werk
Hilfe für 1000 Schlaganfallpatienten im Jahr

Saarbrücken. Das Winterbergkrankenhaus habe sich „zu einem Synonym für herausragende medizinische Versorgung entwickelt, zu einem Aushängeschild für die saarländische Kliniklandschaft“, betonte Saar-Gesundheitsministerin Monika Bachmann, als sie am Mittwoch in der Luminanz am Eurobahnhof über das Neurovaskuläre Zentrum (NVZ) der Winterbergklinik referierte. Von Andreas Lang

Dr. Andreas Binder, Chefarzt für Neurologie, erläuterte, dass dort überwiegend Notfälle behandelt werden. Im ganzen Saarland gibt es nur zwei NVZ. „Der Schlaganfall ist noch immer eine Volkskrankheit“, sagte der ärztliche Direktor Christian Braun, über die häufigste Form der neurovaskulären Erkrankung. Im NVZ sind alle neurovaskulären Behandlungsverfahren 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag möglich – als Hilfe für Patienten mit Schlaganfall, Hirnblutungen, Gefäßaussackungen (Aneurysmen) oder aber mit Verengungen der Hals- und Hirnschlagadern.


Rund 80 Prozent aller Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht, das ein hirnversorgendes Blutgefäß verschließt. Gab es früher nur die Möglichkeit, die Gerinnsel medikamentös aufzulösen, können Operateure sie heute in ausgewählten Fällen im NVZ  mittels eines Katheters mechanisch entfernen. Die Erfolgsraten liegen bei bis zu 90 Prozent. Die endovaskuläre Methode (Stent-Methode) nimmt eine zunehmende Rolle in der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten ein. So werden im NVZ Klinikum Saarbrücken im Jahr über 1000 Schlaganfallpatienten aller Schweregrade aus einem überregionalen Einzugsgebiet versorgt.

Das NVZ des Klinikums ist Kooperationspartner von fünf weiteren regionalen Stroke-Units (Schlaganfall-Einheiten) im Saarland. Standardisierte Strukturen und Prozesse sichern dabei eine bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung von Schlaganfallpatienten, stationär und ambulant.