Eine der modernsten Neubaumaßnahmen der Saarbrücker Siedlungsgesellschaft liegt in der Waldstraße.

Wohnen in der Saarbrücker Siedlungsgesellschaft : „Der Zusammenhalt hier ist das Beste“

Eine der modernsten Neubaumaßnahmen der Saarbrücker Siedlungsgesellschaft liegt in der Waldstraße. Hier wohnen Sabrina Fuchs und ihre drei Kinder. Die gesamte Familie ist in der Siedlung groß geworden.

„Wir sind hier komplett glücklich.“ Sabrina Fuchs denkt kurz nach und zuckt dann mit den Schultern: „Ich würde mir wirklich nichts anders wünschen.“ Die 39-jährige Altenpflegerin ist ein echtes „Siedlungskind“. In einer Siedlungswohnung in der Mainstraße aufgewachsen, zog sie noch zweimal um, bevor sie schließlich in die Waldstraße kam. In jeder Wohnung sei sie glücklich gewesen und immer mit Wehmut ausgezogen, erzählt sie.

Und das hat sich auch in der Waldstraße nicht geändert, in der sie heute mit ihren drei Kindern, dem 18-jährigen Joulien, der 14-jährigen Jolina und dem siebenjährigen Jayden, wohnt. Die Waldstraße liegt an der Grenze zu Burbach, zum Stadtteil Malstatt hin. Trotz der direkten Nähe zur Stadt dominieren hier die Geräusche der spielenden Kinder über die der fahrenden Autos. „Den Kindern gehört die Siedlung hier“, sagt die Mutter der drei mit einem Lächeln. Alleine im Wohnblock der Familie leben elf Kinder. Zusätzlicher Nachwuchs ist schon unterwegs. Bis auf kleinere Rangeleien, die bei Kindern eben mal vorkommen können, sei der Zusammenhalt unter den Kindern großartig.

Das bestätigen auch ihre Kinder. „Das Miteinander“ sei das Beste an der Siedlung, meint Jolina, die von ihrer Mutter scherzhaft „die Mutter Teresa“ der Straße genannt wird, weil sie regelmäßig auf die Kinder der anderen Familien aufpasst. Um die Straße herum haben die Siedlungskinder jede Menge Möglichkeiten, um zu spielen. Ein Spielplatz ist direkt hinter der Wohnung um die Ecke. Hier gibt es auch einen Wasserpark, der bald wieder funktionsfähig gemacht werden soll. Und wenn der Platz hier mal nicht ausreicht, wird entweder der anliegende Parkplatz oder der Braschenplatz zwei Straßen weiter zum Spielen genutzt. Einen richtigen Fußballplatz mit Rasen wünscht sich der kleine Jayden trotzdem noch dazu.

Dass Spiel- und Parkplatz von den Balkons der Wohnungen aus einsehbar seien, sei ein großer Vorteil, erzählt Fuchs. Sie und die anderen Eltern könnten die Kinder so immer im Blick behalten. Allgemein sei die Straße sehr kinderfreundlich. „In den Ferien können die Kinder hier alle ohne Probleme bis null Uhr draußen spielen“, sagt Fuchs. Neben den Spielangeboten läge das allerdings auch an dem besonderen Gemeinschaftsgefühl in der Waldstraße. „Hier passt jeder auf den anderen auf“, bestätigt Joulien.

Ein freundschaftliches, entspanntes Verhältnis hat die Familie Fuchs auch mit der Siedlungsgesellschaft selbst. In der vorigen Woche sei der Rollladen kaputt gegangen. Noch am selben Tag sei dann jemand gekommen, um ihn wieder zu reparieren. Klar könnte es auch mal sein, dass kleinere Reparaturen länger dauern. Aber bei gravierenden Problemen, käme sowieso immer direkt jemand. In der Waldstraße ist die Familie im Gebäude von einer Wohnung in die benachbarte gezogen, damit die Kinder mehr Platz haben. Das hätte problemlos funktioniert. Allgemein sei die Beziehung zu den Hausmeistern und den anderen Zuständigen immer sehr gut: „Ich kenne auch niemanden, der sich in dieser Richtung beschwert“, sagt Fuchs.

Auch die Sauberkeit in der Straße sei kein Problem. Sperrmüll würde sich in letzter Zeit zwar häufen, die dafür eingerichteten Müllhäuschen leere die Siedlung aber regelmäßig. Und auf den Rest versuchen die Bewohner auch selber zu achten. „Man muss ja auch nicht für jede Birne, die zu wechseln ist, direkt die Siedlung anrufen“, meint Fuchs. Sich selbst zu kümmern und füreinander einzustehen, gehöre schließlich dazu in der Waldstraße, die die Familie Fuchs liebevoll „ihren Block“ nennt.

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