Die verwaltung will handeln : Einbahnstraße soll das Problem lösen

Die verwaltung will handeln : Einbahnstraße soll das Problem lösen

Verwaltung will dem erhöhten Verkehrsaufkommen im Friedrichsthaler Wohngebiet Dietrichsfeld entgegen wirken.

Zur Bürger-Information hinsichtlich des Themas „Verkehrsbelastung im Dietrichsfeld“ hatte vor wenigen Tagen der Friedrichsthaler Bürgermeister Rolf Schultheis eingeladen. Neben 51 Anwohnern konnte er den stellvertretenden Leiter der Polizei-Inspektion Sulzbach, Siegbert Mörschel, sowie den Fachbereichsleiter des Ordnungsamtes, Roman Kühn, und Sachbearbeiterin Nadine Roos begrüßen.

Die Einladung zu dem Dialog erfolgte, weil sich Anwohner über das erhöhte Verkehrsaufkommen in dem Wohngebiet beschwert hatten. Die möglichen Ursachen wurden von den Betroffenen unterschiedlich bewertet. Während einige die Baumaßnahme in Neunkirchen am „Plättches Dohle“ als Ursache ausmachten, sahen andere den stationären Blitzer in der Neunkircher Straße als Ursache. Einige sahen die Parksituation in der Nähe der Johannesschule als Grund.

Um das erhöhte Verkehrsaufkommen zu beziffern, hatte Schultheis mit Vertretern des Wohngebietes im August im Rahmen einer Bürger-Sprechstunde vereinbart, eine Zählung durchzuführen. Diese wurde mithilfe der Polizeidienststelle in Dudweiler und durch Zählung durch Anwohner vorgenommen. Das Ergebnis bestätigte ein erhöhtes Verkehrsaufkommen insbesondere durch Fahrzeuge aus Neunkirchen kommend, die wohl eine Abkürzung durch das Dietrichsfeld über die Fichtenstraße nutzen.

Dass die Friedrichsthaler Verwaltung das Anliegen der Bewohner ernst nimmt, konnte Schultheis im Rückblick auf getroffene Maßnahmen in der Vergangenheit darlegen. Schon 1988 unter seinem Amtsvorgänger Wolfgang Grausam war das Problem ein Thema. Damals hatte man keine Maßnahmen aufgrund widersprüchlicher Aussagen der Anwohner getroffen. 2004 wurden durch  den damaligen Bürgermeister Werner Cornelius in Absprache mit den Anwohnern sogenannte „Berliner Kissen“ (Fahrbahnschwellen) zur Geschwindigkeits-Reduzierung eingebaut. 2017 ließ die Verwaltung neue „Berliner Kissen“ einbauen. Damit, so die Verwaltung, habe Bürgermeister Schultheis auch die Aussage eines Anwohners widerlegt, dass die Stadt Friedrichsthal sich um das Problem nicht kümmern würde.

Nun galt es, in Abstimmung mit den betroffenen Anwohnern eine weitere Maßnahme zur möglichen Behebung des Verkehrsproblems zu finden. Dabei wies die Verwaltung darauf hin, dass dies nur in Konsens mit den Anwohnern geschehen kann.

Im Anschluss an die Veranstaltung einigte man sich auf eine Änderung der Verkehrsführung durch eine Einbahnstraßen-Regelung in der Fichtenstraße und Dietrichstraße aus Fahrtrichtung Neunkirchen kommend. Diese Maßnahme wird bis zum kommenden Frühjahr umgesetzt. Danach soll geprüft werden, ob sie den gewünschten Effekt erzielt hat. Sollte dies nicht der Fall sein, will die Verwaltung weitere Maßnahmen mit den Anwohnern prüfen. Das teilt die Pressestelle der Stadt Friedrichsthal mit.

www.friedrichsthal.de

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